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St. Peter-Ording : Wettlauf mit der Zeit: Kitesurfer treibt ab

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Kitesurfer droht vor St. Peter-Ording auf die offene Nordsee hinauszutreiben. Ein befreundeter Wellenreiter schwimmt an Land und alarmiert die Retter. Der Wettlauf mit der Zeit nimmt ein gutes Ende.

Weil er seinen Schirm verloren hatte, drohte ein Kitesurfer am Freitagabend am Böhler Strand von St. Peter-Ording auf die offene Nordsee hinaus zu treiben. Ein befreundeter Wellenreiter, der sich zu dem Zeitpunkt in der Nähe aufhielt, wurde auf die Notsituation aufmerksam und überließ dem Kitesurfer sein Surfbrett, damit er etwas zum Festhalten hatte. Sein Freund entschied sich, zurück an den Strand zu schwimmen, um Hilfe zu holen.

„Als wir am Strand eintrafen, begann ein Wettlauf mit der Zeit: Einerseits hatte die Flut bereits seit über einer Stunde wieder eingesetzt, wodurch die weit verzweigten Priele im Wattenmeer wieder voll liefen, und es wurde zunehmend dunkler“, so Nils Stauch von der DLRG St. Peter-Ording. Mit dem Feuerwehr-Luftkissenboot wurde die Wasserkante abgesucht, wo auch der an Land geschwommene Wellenreiter entkräftet angetroffen wurde. Dieser wurde von der Besatzung des DLRG-Rettungswagens weiter betreut.

Nach kurzer Befragung durch die Einsatzkräfte, wurde umgehend das DLRG-Rettungsboot zu Wasser gebracht, um den anderen Kitesurfer zu suchen. „Jedoch war dieser bereits mit dem Surfbrett weiter von der letzten bekannten Position abgetrieben, so dass die Suche ausgeweitet werden musste“ schildert Nils Stauch. Parallel dazu bemühte sich die Crew des in St. Peter-Ording stationierten Rettungshubschraubers von Northern Helicopter den Vermissten aus der Luft ausfindig zu machen.

In bereits völliger Dunkelheit traf die Polizei dann im südlichen Bereich der Böhler Sandbank die gesuchte Person an. Der Mann war durch den starken Gezeitenstrom zwischenzeitlich wieder zurück an den Strand getrieben worden und glücklicherweise wohlauf.

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erstellt am 02.Aug.2015 | 10:45 Uhr

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