Mit fester Elbquerung : Westküste pocht auf A 20-Ausbau

Der Ausbau der A20 mit fester Elbquerung bei Glückstadt ist eine langjährige Forderung der Westküste.
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Der Ausbau der A20 mit fester Elbquerung bei Glückstadt ist eine langjährige Forderung der Westküste.

Sowohl die Regionale Kooperation Westküste als auch die A20-Bürgerinitiative wollen Kiel in die Pflicht nehmen.

shz.de von
10. Juni 2017, 07:16 Uhr

Ausbau der A  20 mit einer festen Elbquerung bei Glückstadt – diese Forderung hat die Regionale Kooperation Westküste in ihrem aktuellen „Positionspapier Verkehr“ bereits an die bisherige Landesregierung Schleswig-Holsteins gerichtet. Im Lenkungsausschuss bekräftigten die Partner der Westküsten-Allianz diese Forderung jetzt auch gegenüber den Parteien einer künftigen Kieler Koalition. Außerdem müssten die Planfeststellungsverfahren aller Verkehrsprojekte im Land beschleunigt werden.

Oliver Stolz, Landrat des Kreises Pinneberg und Vorsitzender der Regionalen Kooperation, erklärt dazu: „Die A  20 ist für die Westküste von essenzieller Bedeutung und muss mit hohem Engagement und Geschwindigkeit von allen am Verfahren Beteiligten zur Umsetzung gebracht werden.“

Das Positionspapier mit der Forderung zum A  20-Ausbau wird von allen Kreistagen der Kreise Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg sowie den Gremien der beteiligten Industrie- und Handelskammern getragen. „Mit diesem breiten regionalen Konsens erwarten wir von den künftigen Koalitionspartnern eine verbindliche Vereinbarung im Koalitionsvertrag mit dem Ziel einer klaren und schnellen Umsetzung dieses Verkehrsprojektes, das von überregionaler wirtschaftlicher Bedeutung ist“, so Landrat Oliver Stolz weiter.

Klare Kante fordert unterdessen auch die Bürgerinitiative „Volksinitiative A  20 sofort!“. Ihr Vorsitzender, der Nordstrander Rainer Bruns, dazu: „Wir erwarten eine klare Position der künftigen Koalition zu den wichtigen Infrastruktur-Vorhaben. Die Aufstockung des Personals, die Einbindung privater Planer und klare Zeitpläne müssen fest vereinbart werden. Der grüne Partner darf nicht wieder das entschlossene Vorgehen beim Bau lebenswichtiger Verkehrsverbindungen verhindern.“

„Sämtliche Abschnitte der A  20 einschließlich Elbtunnel könnten und müssten bis zum Ende der Wahlperiode 2022 fertiggestellt werden“, so Rainer Bruns. Das erwarte die Mehrheit der Bürger und dafür steht die „Initiative A  20 sofort!“ Eine neue Landesregierung müsse zeigen, „was eine gut geführte Verwaltung leisten kann – und nicht, wie die Zukunft verhindert wird“.

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