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Investition in die Zukunft : Westerhever soll schöner werden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde im westlichen Eiderstedt trägt sich mit Modernisierungs-Plänen für das Areal am Deichparkplatz. Die Einwohner dürfen mitgestalten. Außerdem soll der Radweg vom Dorf dorthin endlich fertig gebaut werden.

Der Leuchtturm von Westerhever und das Vorland sind ein beliebtes Ausflugsziel bei Urlaubern, Tagesgästen und Einheimischen. Die Gemeinde möchte nun den Parkplatz und den Weg zum Deich noch attraktiver machen. Auch Gastronomie ist vorgesehen, der Stellplatz für Busse soll umgestaltet werden. „Wir arbeiten an einem Konzept Parkplatz Deich“, sagt Bürgermeister Olaf Dircks. Derzeit werde der rechtliche Rahmen abgesteckt. Es solle ein Bebauungsplan entwickelt werden. „Außerdem wird es eine Einwohnerversammlung zu dem Thema geben, auf der dann Wünsche und Anregungen geäußert werden können.

Und für Radfahrer soll es künftig bequemer werden, zum Deichparkplatz zu gelangen. Den Gegenwind kann die Gemeinde zwar nicht abstellen, aber sie hat sich dafür ausgesprochen, dass der Fahrradweg vom Dorf zum Parkplatz weitergebaut werden soll. Derzeit beginnt er an der Alten Schule und endet gleich hinter dem Ortskern. Von dort aus sind es noch ein Kilometer bis zum Parkplatz.

Aber die Gemeinde hat in diesem Jahr noch mehr vor. So gilt es die 900-Jahr-Feier von Westerhever vorzubereiten. 1114 war die Bedeichung von Westerhever erstmalig erwähnt worden. „Ein eigentliches Gründungsjahr wissen wir nicht“, sagt Dircks. Voraussichtlich Mitte Juli soll der zentrale Festakt stattfinden, außerdem sind noch kleinere Veranstaltungen vorgesehen.

Doch hat die Gemeinde auch – wie viele im Land – mit den Finanzen zu kämpfen. Da sie ihren Haushalt nicht ausgleichen kann, ist sie auf Unterstützung vom Land angewiesen. Um die volle Fehlbedarfszuweisung zu erhalten, musste sie jetzt die Zweitwohnungssteuer anheben – von zehn auf zwölf Prozent. Damit steigen die Einnahmen daraus von 15 000 auf 18 700 Euro. Kosten verursachen auch zwei Buswartehäuschen, die Sturm „Christian“ in Mitleidenschaft gezogen hat. Insgesamt ist der Haushalt 2014 nicht ausgeglichen, wenn die Lücke auch vergleichsweise klein ist. Im Ergebnisplan beläuft sich der Etat bei den Erträgen auf 181 800 Euro, bei den Aufwendungen auf 208 900 Euro. Die Rücklage wird voraussichtlich einen Bestand von gut 181 000 Euro haben. Die Gemeinde ist schuldenfrei. Die Hebesätze der Realsteuern werden nicht erhöht. Sie betragen für die Grundsteuer A 280 Prozent (voraussichtliche Einnahmen: 14 000 Euro), Grundsteuer B 280 Prozent (15 500 Euro) und Gewerbesteuer 310 Prozent (5000 Euro). An Schlüsselzuweisungen vom Land erhält Westerhever mit seinen 117 Einwohnern 27 300 Euro. An Kreisumlage muss die Gemeinde 37 500 Euro zahlen, an Amtsumlage 21 600 Euro. An den Schulverband gehen 25 900 Euro.

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erstellt am 22.Jan.2014 | 07:00 Uhr

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