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Wildes Parken hinterm Deich : Westerhever kämpft gegen Parksünder

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeindevertreter wollen nun selbst den Ordnungsdienst übernehmen. Die Amtsverwaltung Eiderstedt schlägt eine entsprechende Schulung vor.

Nicht selten herrscht in der Saison Hochbetrieb im und um das Info-Hus in Westerhever. „Was die Parksituation angeht, so ist sie oft chaotisch“, informierte Bürgermeister Olaf Dircks in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung. Egal, ob Urlauber oder Einheimische, viele würden ihre Fahrzeuge im absoluten Halteverbot, also außerhalb der gekennzeichneten Parkflächen, abstellen. Nicht wenige Klagen seien gerade im vergangenen Jahr von Landwirten gekommen, die ihre Hecktore oder sogar Hofeinfahrten an der Fahrbahn in Richtung Deich zugeparkt vorfanden.

„So kann das nicht weitergehen. Wir müssen Falschparker vermehrt aufschreiben und sie müssen vom Amt Anzeigen erhalten“, bekräftigte der Gemeinde-Chef. Ihm schwebe vor, dass alle Gemeindevertreter, die entsprechende Verstöße beobachten, künftig befugt sein sollen, die Verkehrssünder aufzuschreiben, Beweisfotos zu machen und jeweils an der Windschutzscheibe einen Info-Zettel zu hinterlegen. Gleiches gelte für das Personal im Info-Haus. Danach müsse alles zum Ordnungsamt, damit Verstöße per EDV erfasst werden können. Damit alle auch Zugriff auf Kamera und Material erhalten, plane er, alles sicher im Info-Hus zu hinterlegen.

„Das wäre ein Anfang“, fand Gemeindevertreterin und Vorsitzende des Tourismusvereins Westerhever-Poppenbüll, Beate Peters. Es sei tatsächlich bitter nötig, dass eingegriffen werde. Sie selbst habe das immer wieder beobachtet. Aber auch viele Gäste beschwerten sich über rücksichtsloses Verhalten von Verkehrsteilnehmern.

Sven Hansen vom Amt Eiderstedt, zuständig für Bürgerdienste und Ordnungsamts-Angelegenheiten, fand die Idee grundsätzlich gut. Allerdings riet er, den Kreis der „Ordnungshüter“ kleiner zu halten. „Nach meiner Meinung sollten sich zwei bis vier Ehrenamtler die Aufgabe im Wechsel teilen. Ich würde vorher aber gern eine Schulung machen. Sie müssen einige Regeln und Vorschriften beachten und auch damit rechnen, dass Sie in unangenehme Diskussionen verwickelt werden“, so Hansen. Wenn dann alles ordnungsgemäß mit Beweisfoto in trockenen Tüchern sei, würde er Ordnungswidrigkeiten-Bescheide verschicken. In der Regel gehe es um Beträge zwischen 15 und 25 Euro. Davon gehen dann laut Vertrag jeweils fünf Euro in die Gemeindekasse. Sollte nicht gezahlt werden, würde es zum Bußgeldbescheid kommen. Dann spätestens zahlten die meisten auch. Die Gremiumsmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus. Die Details sollen in der nächsten Gemeindevertreter-Sitzung am kommenden Mittwoch (22.) besprochen und auch ein entsprechender Beschluss gefasst werden.

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