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Schaden für Landwirte : Westerhever bestellt Gänse-Gutachter

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeindevertreter von Westerhever wollen im Januar Parameter für die Beurteilung festlegen: Ein Gutachter soll die Schäden durch Gänse bewerten. Der Haushalt 2016 war ebenfalls Thema der Sitzung.

Haushaltssatzung und -plan für das kommende Jahr standen im Mittelpunkt der Sitzung der Gemeindevertretung von Westerhever im Kirchspielskrug. Zunächst verkündete Bürgermeister Olaf Dircks, dass der Tagesordnungspunkt Fassen des Entwurfs- und Auslegungsbeschlusses für den vorhabenbezogenen B-Plan „Alte Schule“ auf schriftlichen Antrag des Investors Lars Schütt vertagt werden musste. Der Planer habe aus Zeitgründen die kompletten Unterlagen noch nicht vorlegen können. Wie berichtet soll das Schullandheim erweitert werden.

Zum Thema Gänsefraßschäden waren sich die Gemeindevertreter, zum großen Teil selbst Landwirte und betroffen, einig, einen Gutachter zu bestellen, der konkret die verursachten Schäden aufnehmen soll. „Ich werde erst mal mit dem Ministerium telefonieren und einen Ortstermin vereinbaren“, so der Bürgermeister. Anfang Januar will das Gremium die Parameter für die Beurteilung festlegen. „Wir sind immer schlecht behandelt worden. In Kiel muss endlich der Groschen fallen, dass den Landwirten Schaden entstanden ist“, erklärte der Gemeinde-Chef. Aus der Runde wurde gemutmaßt, dass – wenn sich nichts ändere – es bald keine Landwirte im Ort mehr geben werde. Wer keinen Nachfolger habe, der werde aufgeben.

Der Fehlbetrag 2016 wird, so erläuterte der Gemeinde-Chef, in Anbetracht der Erträge im Ergebnisplan von 217.400 Euro und Aufwendungen von 229.000 Euro bei 11.600 Euro liegen. Im Finanzplan werden Einnahmen aus laufender Verwaltungstätigkeit von 207.800 Euro und Auszahlungen von 219.000 Euro erwartet. Einzahlungen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit wird es keine geben. Die Auszahlungen werden mit 95.000 Euro zu veranschlagen sein.

Einige Faktoren würden, so Diercks, zum Minus-Ergebnis führen. So steigt die Amtsumlage von 25.900 auf 32.600 Euro, die Kreisumlage um 1500 Euro auf 41.000 Euro. Investiert werden müssen 5000 Euro mehr als im Vorjahr für die Unterhaltung von Wirtschafts- und Gemeindeverbindungswegen, was eine Gesamtsumme von 15.000 Euro ausmacht. Für die Resterschließung des Siedlungsweges wurden ebenfalls 15.000 Euro veranschlagt. 2500 Euro müssen anteilig für die Unterhaltung des Stockenstieges aufgewendet werden. 50.000 Euro Baukosten wurden für einen Fahrradweg von der Knutzenwarft bis zum Parkplatz berücksichtigt, wobei die Fördermittel bereits abgezogen sind. Für die Aufstellung eines touristischen Konzeptes sind 10.000 Euro eingestellt worden. Bei der Gewerbesteuer wird mit einem Aufkommen von 6500 Euro (2015: 5500 Euro) gerechnet. Die Grundsteuer B wurde wie im vergangenen Jahr mit 22.500 Euro veranschlagt, die Grundsteuer A mit 19.600 (2015: 18.600 Euro). Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer wird mit 34.500 Euro (33.300 Euro), die Gewerbesteuerumlage mit 1300 Euro (1100 Euro) beziffert. Die Schulverbandsumlage verringert sich von 25.500 auf 24.200 Euro, ebenso wie die Aufwendungen für die Kindergärten von 19.000 auf 9000 Euro. Die Grundsteuer A wurde auf 370 Prozent, B 390 Prozent, sowie Gewerbesteuer 370 Prozent festgesetzt. Einstimmig fiel das Votum des Gremiums für die Haushaltssatzung 2016 aus.

Bei einer Gegenstimme bestand Einigkeit darüber, mit der Lokalen Tourismus-Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt einen Zusatzvertrag zur Erarbeitung eines werbewirksamen Internetauftritts abzuschließen. „Uns kostet das 624 Euro. Das ist eine einmalige Ausgabe in 2016“, so der Bürgermeister. Es mache keinen Sinn, abzulehnen, denn eine gute Homepage müsse zur Vermarktung geboten werden. Jede Mitgliedsgemeinde zahle anteilig nach Finanzkraft. „Wir müssen nur aufpassen, dass nicht mehr Zusatzleistungen gefordert werden. Geeinigt hatten wir uns ja jährlich auf 2100 Euro“, so der Gemeindechef. Weiter beschloss das Gremium, das Ehrenmal in Ordnung zu bringen. So sind einige Namen Gefallener nicht mehr völlig lesbar. Schließlich berichtete der Bürgermeister, dass die Homepage der Gemeinde defekt ist. Gebe man sie wie gewohnt mit www.westerhever.de ein, erscheine die Seite der Gemeinde Süderlügum. Er lasse prüfen, wie das kommt, und wolle schnellstmöglichst für Abhilfe sorgen.









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