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Spannender Wahlsonntag : Wer wird Bürgermeister von Tönning?

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

4000 Wahlberechtigte sind am Sonntag (14. September) aufgerufen, einen neuen Verwaltungs-Chef für Tönning zu bestimmen. Fünf Kandidaten bewerben sich. Erhält keiner die Mehrheit, gibt es am 12. Oktober eine Stichwahl.

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erstellt am 13.Sep.2014 | 17:00 Uhr

Am Sonntag ist es so weit, dann entscheiden die Tönninger Bürger, wer ihr neuer Bürgermeister wird, wer also künftig die Verwaltung leiten und Impulse für die Zukunft der Stadt geben wird. Amtsinhaber Frank Haß hatte im März erklärt, dass er nicht für eine vierte Wahlperiode kandidieren werde. Seine Amtszeit endet am 31. Dezember.

Die rund 4000 Wahlberechtigten haben am Sonntag die Qual der Wahl, wem der fünf Bewerber sie ihre Stimme geben. Zwischen 8 und 18 Uhr haben die vier Wahllokale geöffnet. Eine Frau und vier Männer werben um die Gunst der Tönninger. Es sind Dorothe Klömmer, Christian Helm, Patrick Leopold, Stefan Runge und Hans Wolff. In den vergangenen Wochen waren sie in der Stadt unterwegs, um sich auf Veranstaltungen oder bei Hausbesuchen vorzustellen. Am 4. September fand in der Stadthalle ein sehr gut besuchter Informationsabend mit allen fünf Kandidaten statt, an dem sie ausführlich über ihre Ziele und Person informierten (wir berichteten).

Der gebürtige Tönninger Christian Helm ist 35 Jahre alt und lebt seit einigen Jahren wieder in seiner Geburtsstadt. Er hat Bankkaufmann gelernt und zehn Jahre in diesem Beruf in Hamburg gearbeitet. Seit 2010 ist er Diplom-Handelslehrer und Integrationskraft. Helm ist Einzelbewerber und wird von keiner Partei unterstützt.

Dorothe Klömmer kennt sich in Tönning ebenfalls gut aus. Sie war von 2008 bis 2012 in der Stadtverwaltung für die Bauleitplanung zuständig. Außerdem war sie stellvertretende Büroleiterin. Die 34-jährige ist Volljuristin. Sie lebt mit ihrer Familie in Erfde. Dorothe Klömmer ist CDU-Mitglied, aber Einzelbewerberin, da sie das Bürgermeister-Amt als parteipolitisch neutral ansieht. Die CDU und der SSW haben sie aber zu ihrer Kandidatin erkoren. Ganz ohne Parteiunterstützung und als Einzelbewerber ist Patrick Leopold aus Albersdorf ins Rennen gegangen. Der 46-Jährige stammt aus Offenbach am Main. Er hat nach der Schule eine Ausbildung im Hotelfach absolviert, mit Mitte 20 dann eine weitere zum Verwaltungsbeamten im Mittleren Dienst bei der Stadt Hamburg. Dort arbeitet er seit zehn Jahren in der Sozialbehörde.

Kandidat der SPD ist Bürgervorsteher Stefan Runge. Der 50-Jährige stammt aus Tönning und lebt seit vielen Jahren dort. Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert er sich als SPD-Stadtvertreter. Er hat Verwaltungsfachangestellter bei der Stadt Tönning gelernt, war dann bei der Luftwaffe und arbeitet heute als Versicherungskaufmann. Auch der fünfte Kandidat, Hans Wolff, kennt Tönning gut. Der 55-Jährige stammt aus dem benachbarten Kotzenbüll, wo er heute noch mit seiner Familie lebt. Beruflich war er beim Bundesgrenzschutz tätig, als Verwaltungsbeamter bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, dann sieben Jahren in der Kurverwaltung von St. Peter-Ording. Seit 1992 ist er Kassenleiter beim Wasserbeschaffungsverband Eiderstedt. Kommunalpolitisch hat er sich 20 Jahre in der Gemeindevertretung von Kotzenbüll engagiert, davon zehn Jahre als Bürgermeister. Von 2008 bis 2012 war Amtsvorsteher von Eiderstet. Er ist SPD-Mitglied, aber Kandidat der Allgemeinen Wählergemeinschaft Tönning (AWT).

Bei fünf Bewerbern dürfte es am Sonntag also spannend werden. Das erste Ergebnis wird aus dem Wahllokal in Kating für 18.15 Uhr erwartet. Das Tönninger Rathaus hat ab 18 Uhr geöffnet. Die Bürger können im Sitzungssaal aus erster Hand erfahren, wie die Abstimmung ausgefallen ist. Das offizielle Ergebnis wird in einer Sitzung des Gemeindewahl-Ausschusses am Montag (15.) ab 18.30 Uhr im Rathaus bekanntgegeben. Anschließend findet dann eine Sitzung der Stadtvertretung ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal statt, in der es unter anderem um die Wahl und die Aktiv-Region Südliches Nordfriesland geht.

Sollte am Sonntag keiner der Bewerber die Mehrheit von mehr als der Hälfte der abgegebenen Stimmen erhalten, gibt es eine Stichwahl. Zu dieser treten die beiden Kandidaten mit den höchsten Stimmzahlen am 12. Oktober an.

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