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Husumer Nachrichten

17. Dezember 2017 | 07:46 Uhr

Teurer Wasserschaden : Wer will das Jönshaus?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für das gemeindeeigene historische Jönshaus in Norderstapel wurde noch immer kein Käufer gefunden. Die Diakonie ist als Mieter ausgezogen. Jetzt wurde dort ein Wasserschaden von rund 100.000 Euro festgestellt.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Da Sievers Gasthof eine Winterpause eingelegt hat, fand die Gemeindevertreter-Sitzung im Jönshaus statt. Beide kommunalen Gebäude bildeten zwei Schwerpunkte der Tagesordnung. Die Diakonie ist seit Ende 2013 nicht mehr Mieter im Jönshaus, daher sind diese Einnahmen weggebrochen, zudem fiel Anfang der Woche die Heizung aus. Als würde das nicht reichen, wie Bürgermeister Rainer Rahn es ausdrückte „ist witterungsbedingt in der Gaststätte ein Wasserrohr geplatzt und Schäden von bis zu 100 .000 Euro entstanden.“ Nicht alles dürfte über Versicherungen abgedeckt sein. Ob Pachteinnahmen mit dem Gasthof erzielt werden, wollte keiner sagen. Fest stand zum Zeitpunkt der Sitzung, dass es nur einen mündlichen Pachtvertrag gibt, da Einzelheiten immer noch verhandelt werden. Dafür hat man aber schon das erste Baulos genehmigt. Danach sollen für knapp 30 .000 Euro die Fenster erneuert werden. Damit wäre knapp die Hälfte des von der Kommunalaufsicht für die Sanierung genehmigten Kredits von 65 .000 Euro verbraucht. Es stehen aber noch die Heizungsanlage, Malerarbeiten und Arbeiten am Kamin an. Der Bau einer Photovoltaikanlage wurde aus dem Programm genommen. Zudem muss die zum Gasthof gehörende Betriebswohnung gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk gesichert werden.

Ein Verkauf des Jönshaus könnte alle Probleme bei der Finanzierung der Sanierungsarbeiten lösen, allerdings ist auch vier Monate nach Einstellung ins Internet noch kein Käufer in Sicht.

Fast einstimmig unterstützt wurde nach lebhafter Diskussion der Plan, die drei in Stapelholm betriebenen Grundschulen zu einer Grundschule Stapelholm mit Standort Erfde und den Außenstellen in Bergenhusen und Norderstapel zusammen zu fassen. „Wie wir allerdings den Investitionsstau in den Schulgebäuden abfangen, bleibt offen. Allein in Norderstapel beträgt er rund 250. 000 Euro“, erläuterte Rahn. Mit diesem Konstrukt hoffen die Gemeindevertreter, dass der alte Grundsatz „Kurze Beine, kurze Wege“ noch einige Jahre aufrecht erhalten werden kann.

Nach langer Aussprache wurde auch dem Plan, die Gemeinschaftsschule in Erfde als Außenstelle der Kropper Schule zu betreiben, mehrheitlich zugestimmt. Allerdings muss über die weitere Finanzierung noch separat im Schulverband gesprochen werden. Denn in Erfde besteht je nach Lesart ein Investitionsstau von ein bis zwei Millionen Euro.

Rahn informierte über das Filmen der Regen- und Schmutzwasserleitungen. Norderstapel ist auch für die Nachbargemeinde Süderstapel zuständig. Das Ergebnis stehe zwar noch nicht fest, aber der erste Eindruck sei überraschend gut. Es seien nur kleinere Schäden festgestellt worden. Im Schmutzwasserbereich wären rund 9000 Euro nötig. In Süderstapel dagegen ständen Sanierungen allein im Regenwasserbereich von rund 100. 000 Euro an. Aber selbst mit diesen Sanierungskosten brauchte nach jetzigem Stand die Abwassergebühr nicht erhöht zu werden.



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