Amt Nordsee-Treene : Wer rettet die MAT-Messe?

Rund 60 Aussteller waren in diesem Jahr bei der MAT-Messe dabei.
Rund 60 Aussteller waren in diesem Jahr bei der MAT-Messe dabei.

Die Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins Mildstedt-Simonsberg-Südermarsch beraten über die Zukunft der Mildstedter Messe.

shz.de von
24. Mai 2018, 13:00 Uhr

Die Zukunft der MAT-Messe in Mildstedt und die Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der jüngsten Mitglieder-Versammlung. des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Mildstedt-Simonsberg-Südermarsch.

HGV-Ehrenmitglied Telse Jacobsen, die die MAT-Messe (Messe-Ausstellung-Treffpunkt) seit 2005 leitet, zog Bilanz. Ende April fand die Leistungsschau in der Mildauhalle statt und konnte mit 60 Ausstellern aufwarten. „Traditionell war am Sonntag wieder der meiste Andrang. Wir haben kein Defizit eingefahren und der familiäre Charakter der Messe war immer da.“ Doch nun zieht Jacobsen einen Schlussstrich. Sie bekomme die Organisation der Messe und gleichzeitig ihre politischen Ämter und ehrenamtlichen Tätigkeiten „nicht mehr unter einen Hut“, wie sie bereits vor Monaten verkündete. Wie und ob es überhaupt mit der MAT weitergeht, ist fraglich. Dazu gibt es unterschiedliche Vorstellungen wie die Verkürzung auf einen Tag, Standortwechsel oder Anschluss an eine andere Messe. „Der neue Vorstand bekommt den Auftrag, sich Gedanken zur Fortführung zu machen“, betonte Peter Koch.

„Die Messe ist ein riesiger organisatorischer Aufwand“, erklärte Telse Jacobsen auf Anfrage unserer Zeitung. „Sollte diese weiterhin veranstaltet werden, , dann wird alles etwas anders. Davon kann man ausgehen“, sagt die Mildstedterin. Neben der Suche nach einer neuen Leitung komme ein zweites Problem hinzu: Drei Handels- und Gewerbevereine aus dem Amtsbezirk seien nicht mehr so aufgestellt, dass sie noch tatkräftig mithelfen könnten. „Man kann zwar Leistungen einkaufen, doch das erhöht die Kosten, die etwa durch die Standgebühren hereingeholt werden müssen. Und die Mitglieder und Gäste können nicht unendlich hohe finanzielle Anstrengungen auf sich nehmen“, so Jacobsen. „Aber wir sind ein starkes Umland. Ich hoffe, dass sich die Betriebe aus der Region weiterhin auf diese Art präsentieren wollen.“


Andreas Emmel zum Vereins-Chef gewählt

52 Mitglieder hat der HGV zur Zeit. In ihrem letzten Jahresbericht gab Vorsitzende Betina Smetsers, die nach zehn Jahren nicht wieder zur Wahl antrat, Einblicke in ein abwechslungsreiches Jahr 2017. Nach 15 Dienstjahren hielt auch Kassenwart Peter Koch seinen letzten Jahresbericht: „Ich danke euch für das immer nette Miteinander, wir konnten uns alle aufeinander verlassen“, erklärte er. Nach Bekanntgabe einer guten Kassenlage folgte das traditionelle Zitat, das diesmal so lautete: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Menschlich gesehen sei es eine schöne Zeit gewesen, bescheinigte auch Smetsers.

Die Vorstandswahlen wurden von Wolfgang Diehl geleitet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Andreas Emmel gewählt. „18 Jahre lang habe ich mich auf dieses Amt vorbereitet“, erklärte Emmel kurz nach seiner Wahl. Er war zuvor jahrelang Beisitzer gewesen. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Wolfgang Diehl ernannt. Kassenwartin ist Roswitha Kayser, Schriftführerin Ute Angelika Petersen, erster Beisitzer Jürgen Matthiesen, zweiter Beisitzer Lars-Oliver Reichard, dritter Beisitzer Jonas Friedrichson. Neue Kassenprüfer sind Matthias Phieler und Lars Thiesen.

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