Küstenschnack : Wenn Wellen Wellen schlagen

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Die Husumer Buckelpiste hat es in die NDR-Fernsehsendung „extra 3“ geschafft.

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04. März 2018, 10:00 Uhr

Die derzeitige Schneeverteilung hat Petrus ungerecht vorgenommen. Während die St. Peteraner vergeblich auf eine Gelegenheit zum Rodeln warten, hätten sich die Bredstedter sicher weniger von der weißen Pracht gewünscht. Und Flensburg bekam die volle Ladung ab – so viel, dass sogar Snowboard-Fahrer die vom Winterdienst zu großen Haufen geschichteten Eisberge für ihren Sport nutzen konnten. In Husum hatte es zwar auch dicke Flocken gegeben, aber zum Snowboarden fehlten die nötigen Erhebungen. Oder doch nicht? Was bei manchem Storm-Städter längst in Vergessenheit geraten ist, fiel nun nach knapp drei Jahren dem politischen Satire-Magazin „extra 3“ des NDR-Fernsehens auf: Die im Herbst 2013 eröffnete und im Frühjahr 2015 wieder gesperrte Verbindung zwischen der alten B 5 und dem Außenhafen, vor Ort wenig liebevoll als „Buckelpiste“ bekannt. Zwei Minuten und elf Sekunden lang nahm die Sendung vorgestern die Strecke ins Visier, deren Ebnung kostenmäßig nach wie vor Zankapfel zwischen dem Kreis und den Versicherungen der Baufirmen ist, die das Malheur angerichtet haben. Gewaltig schienen die Wellen, die das kamerabestückte NDR-Fahrzeug bei seiner Fahrt filmte, so hoch, dass nicht nur Snowboarden, sondern sogar Ski-Abfahrtsläufe möglich schienen. Allerdings, so wurde am Ende klar, war das Kamera-Auto nur ein ferngesteuertes Modell. Sei’s drum, Satire lebt von Übertreibungen. Aber vielleicht wäre es auch gar nicht so schlecht, wenn die Wellen wirklich so hoch wären. Dann könnte man die Strecke zur Outdoor-Erlebnisbahn umwidmen. Und so das Geld verdienen, das zur Sanierung nötig ist.

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