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St. Peter-Ording : „Wenn noch einmal ein Wechsel, dann jetzt“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach mehr als 17 Jahren in St. Peter-Ording wechselt Pastoralreferent Michael Wrage in die „Pfarrei zu den Lübecker Märtyrern“.

St. Peter-Ordinger, Gäste und Urlauber kennen sein Gesicht: Michael Wrage ist für sie der weltoffene katholische Christ, der als Pastoralreferent für die Urlauber-Seelsorge zuständig und im Bade- und Tourismusort Ansprechpartner für die katholisch Gläubigen aus ganz Deutschland und der Welt ist.

Zu Pfingsten, bei der Veranstaltung „Gegen den Wind“ und auch beim Drachenfest hat das „ökumenische Kirchenteam“ – das sind mit ihm Pastor Carsten Hokema von den Freikirchen, Diakonin Andrea Streubier von der evangelischen Urlauberseelsorge und Pastorin Regine Boysen von der evangelisch-lutherischen Kirche – dort auf dem weiten Strand und unter der Weite des Himmels nun schon seit zehn Jahren gemeinsam erlebnisreiche Gottesdienste gestaltet und gefeiert. Oft sind sie dabei von ehrenamtlich Tätigen aller Konfessionen unterstützt worden. Gemeinsame Andachten mit Pastorin Boysen in der Weihnachts- und Osterzeit oder Vortragsreihen im Sommer gehören genauso dazu, wie auch Einschulungsgottesdienste. In der Diaspora gibt es keine Schwellenängste. Die Kirchen arbeiten hier eng zusammen. Kantor und Vorsänger Gerhard Martens von St. Ulrich macht Kirchenführungen in St. Peter, und der Posaunenchor mit Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen spielt auch in St. Ulrich. Das war schon vorher so, als Pastor Richard Kurth und dann Pfarrer Hans-Dieter Nolte noch für die katholischen Christen vor Ort tätig waren und auch hier wohnten.

Seit 1990 ist Michael Johannes Wrage nach 1989 abgeschlossenem theologischen Studium im katholischen kirchlichen Dienst tätig. Nach Stationen in Münster, Osnabrück und Hamburg kam er im Jahre 2000 mit seiner Frau Daniela Hohl-Wrage und den drei damals noch kleinen Söhnen nach St. Peter-Ording. Die sorgten im Pfarrhaus mit für Familienleben. Nun sind die Jungen groß und aus dem Haus.

In Lübeck suchte man nach der Umstrukturierung der katholischen Kirchengemeinden in einen pastoralen Raum für die neu konstituierte „Pfarrei zu den Lübecker Märtyrern“ für das Leitungsteam Priester und kirchliche Mitarbeiter verschiedener Professionen. Ebenfalls ein Mitglied für die Schwerpunkte „Konzeption und Aufbau eines geistlichen Zentrums“ sowie „Begleitung und Förderung der ehrenamtlichen Teams an den Gemeindestandorten“. Der dort leitende Pfarrer Christoph Giering wandte sich deswegen an Michael Wrage.

„Wenn noch einmal ein Wechsel, dann jetzt“, waren sich der heute 56-Jährige und seine Frau einig und entschieden sich dafür. „Das war nicht so ohne, denn St. Peter-Ording ist für uns ein echtes Zuhause geworden“, bekannte Michael Wrage. „Es sind die vielen Kontakte mit dem Nebeneinander von familiärem und beruflichem Handeln.“ Doch den vor drei Jahren zusätzlich zum „systemischen Supervisor“ Ausgebildeten reizt auch die neue Aufgabe, den die Arbeit am Tourismusort zu einem ausgewiesenen Experten für die kirchliche Tourismus-Seelsorge gemacht hat. Die Thematik wird weiterhin für ihn Bedeutung haben. Die Zusammenarbeit der Kirchen am Ort bezeichnete er kurz mit: „Klasse – hier muss sich keiner was beweisen!“ Das Kirchenschiff, das man gemeinsam „vom Stapel gelassen hat“, ist für ihn ein sichtbares Beispiel dieser Zusammenarbeit. Bundesweit findet dieses Projekt Beachtung. Sehr berührt habe ihn vergangenes Jahr die spirituelle Wanderung mit Teilnehmern unter dem Thema „Die Schöpfung bewahren“ mit den Bischöfen beider christlichen Kirchen und dem damaligen Ministerpräsidenten.

Eine Gesprächssituation aber blieb ihm besonders in Erinnerung, als er am Ende eines Pfarrfestes einer schwer erkrankten jungen Mutter in ihren letzten Stunden seelischen Beistand zu leisten vermochte. Er wusste: Das muss ich jetzt. Er hatte Gott dafür innig um Hilfe gebeten. Auch das gehörte in den 17 Jahren in St. Peter-Ording zu seinen Aufgaben als Seelsorger vor Ort.

Pastoralreferent Michael Wrage wird morgen im Rahmen eines Gottesdienstes durch Pfarrer Oliver Meik aus Husum verabschiedet. Im Anschluss ab 11 Uhr gibt es für Angemeldete einen kleinen Empfang.

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