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Tausende Besucher kommen : Wenn im Dorf der Bär tobt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die wöchentliche Veranstaltung „Donnerstag im Dorf“ in St. Peter-Ording kommt gut an. Unter anderem können die Kinder in einem Sandhaufen nach Bernsteinen suchen, während die Eltern über die bunte Meile flanieren.

Gezählt hat niemand - doch etliche tausend Besucher dürften es mit Sicherheit gewesen sein. Nach wie vor erlebt der „Donnerstag im Dorf“ einen enorm großen Zuspruch. Urlauber wie Paulina und Max-Jürgen Weiterstein aus Rheda-Wiedenbrück schätzen „dieses außergewöhnliche Ambiente, dass heute bei Veranstaltungen in den großen Städten nicht mehr zu finden ist“. Die beiden jungen Nordfriesinnen Svenja und Luisa lassen sich auf gerade frei gewordener Sitzbank ihre Crepes schmecken und betrachten den Trubel „von der Seite her“.

Zu sehen gibt es viel – angefangen bei etlichen Vorführungen an den festen Ständen über die fliegenden Händler bis hin zum Flohmarktbereich. Schlangestehen vor den Fisch- und Imbissständen hat mittlerweile schon Tradition – „und das gehört doch auch irgendwie dazu“, wie Harald Springer und Jessica Voß aus Hamburg versichern. Beide sind „auf einen Tagesausflug ins Nordseebad gekommen und freuen sich auf den Donnerstagabend“.

Nicht nur die Großen – auch die Lütten kommen auf ihre Kosten. Dafür sorgt Boy Jöns, der diese beliebte Veranstaltungsreihe mit Clemens Grosser initiiert hat. Der Bernsteinfirmeninhaber hat neben seinem Ladengeschäft eine große Sandfläche vorbereitet. Um 19 Uhr begibt er sich wieder einmal nach draußen – und wieder hat er einen großen Beutel voller Bernsteine dabei. Nach Begrüßung der vielen Zuschauer berichtet er kurz über Bernsteine – und dann verstreut er sie auf der Sandfläche. Nun werden alle Kinder auf den Strandsand gebeten - „aber die Hände bitte alle schön nach oben halten“ - und dann wird das Gold der Nordsee fest in den Sand hineingetreten. Abschließende Kontrolle von Boy Jöns – und an manchen Stellen wird von ihm noch ein bisschen „Sand zum Zudecken“ drübergestreut – dann wird die Fläche für die Kinder freigegeben. Ein unbeschreibliches Gewühl und Gebuddel setzt ein, zwischendurch immer wieder laute Rufe: „Ich hab einen...“ nebenan darf dem Bernsteinschleifer über die Schulter geschaut werden, Eiergrog gibt es wenig weiter und Live-Musik ein Stückchen südwärts.

Voll ist es beim Donnerstag im Dorf nicht nur auf dem Freigelände, sondern auch in den Geschäften. „Voll“ sind allerdings auch sämtliche Parkplätze rund um den Marktplatz. Seit dem Vorjahr ist eine mehrköpfige Security-Gruppe im Einsatz, die Festmeile wurde bis zum Marktplatz verlängert. Die Federführung liegt nach wie vor in den Händen der „IG Dorf“. Der beliebte „Donnerstag im Dorf“ findet in diesem Jahr zehn Mal statt. Er begann bereits Anfang Juli. Die letzte Chance auf einen dieser unvergleichlichen Abende, die von 17 bis 22 Uhr andauern, besteht diesmal am Donnerstag. 4. September.

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