Public Viewing auf Nordstrand : Wenn ein Garten zum Stadion wird

Gemeinsam Fußball gucken macht einfach mehr Spaß. Dies bewiesen die Fans, die sich im Odenbüller Pastoratsgarten trafen, um die deutsche Mannschaft anzufeuern.
Gemeinsam Fußball gucken macht einfach mehr Spaß. Dies bewiesen die Fans, die sich im Odenbüller Pastoratsgarten trafen, um die deutsche Mannschaft anzufeuern.

Der Kirchbauverein Odenbüll-Nordstrand lädt wieder zum Public Viewing der WM-Deutschlandspiele.

shz.de von
24. Juni 2018, 21:00 Uhr

„Lasst die Kicker zu mir kommen“: Unter diesem Motto organisiert der Kirchbauverein Odenbüll-Nordstrand seit 2002 zu großen Fußballturnieren wie Europa- und Weltmeisterschaften ein Public Viewing (öffentliche Liveübertragung) der Deutschlandspiele im Pastoratsgarten. Damit hat das gemeinsame Anfeuern und Mitfiebern im gemütlichen Rund des „Strohballen-Stadions“ bereits eine gewisse Tradition.

Diese wurde auch beim Schicksalsspiel Deutschland gegen Schweden, trotz der stürmischen Witterung, von rund 50 kleinen und großen Zuschauern weiter gepflegt. Pastor Thorsten Wiese hatte, als versierter „Techniker“, dafür gesorgt, dass die knapp acht Quadratmeter große Leinwand auch Böen der Windstärke sechs locker standhielt. Und das Versorgungs-Team des Kirchbauvereins sorgte für Speisen und Getränke, zu denen ein kühles Bierchen ebenso zählte wie ein wärmender Teepunsch. So erklärte die Vorsitzende des Fördervereins, Maren Hansen, denn auch den anwesenden Urlaubern schmunzelnd, dass man auf Nordstrand mit der Veranstaltung erst in die schützende Kirche umziehe, wenn es junge Hunde regne.

Begeistert von dem Angebot der Kirchengemeinde waren Christiane und Thomas Terlau aus Appelhülsen (Kreis Coesfeld), die zurzeit auf Nordstrand Urlaub machen. „Wir sind erst vor drei Stunden angekommen. Den Tipp, dass hier etwas los ist, haben wir im Hotel bekommen. Wir finden es super. Eine hundertprozentig tolle Idee“, erklärten die beiden Nordrhein-Westfalener begeistert.

Als Stammgast hatte es sich Bianca Ingwersen gemeinsam mit ihrem neunjährigen Sohn Julian in der ersten Reihe gemütlich gemacht. „Ich bin von Anfang an dabei. Hier macht es doch viel mehr Spaß und es hat eine ganz andere Atmosphäre als zuhause allein auf dem Sofa zu gucken“, meinte die Nordstranderin, die sich für die Spiele immer in ihre komplette Fan-Ausstattung wirft. „Das muss sein, denn ich bin mit Leib und Seele Fußballfan“, erklärte die 43-jährige Nordstranderin grinsend.

Da der Kirchenbauverein den Erlös der Veranstaltung nutzt, um Reparatur- und Sanierungsarbeiten an der Kirche zu unterstützen, drückte insbesondere auch der Kassenwart Hans-Hermann Jensen der deutschen Mannschaft die Daumen. „Wir wollen natürlich im sportlichen Sinne, dass die Deutschen gewinnt. Aber wir hoffen auch auf einen Sieg, damit wir uns hier noch einige Male wiedertreffen können, um ein bisschen was in unsere Kasse zu bekommen“, sagte er augenzwinkernd.

Nach dem erlösenden Siegertor der Deutschen in den letzten Minuten der Partie darf Jensen nun weiterhoffen. Und für alle Kickerbegeisterten ist der Odenbüller Pastoratsgarten am Mittwoch ab 16 Uhr wieder eine gute Adresse für ein Fußballfest in Gemeinschaft.

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