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Theater mit Erfindergeist : Wenn aus Bruno einfach Bertha wird

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Leiterin der „De Seeth-Droger Theoderkinner“ hat kurzerhand das Weihnachtsstück passend auf die Mitspieler umgeschrieben. Denn der Junge, der eigentlich die Hauptrolle übernehmen sollte, hat keine Zeit. Nun springt ein Mädchen für ihn ein.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Kinder, Kinder, wird das eine Aufführung: Zu gleichen Teilen fröhlich und auch wiederum nachdenklich stimmend treten „De Seeth-Droger Theoderkinner“ am 18., 20. und 25. Oktober auf die Bühne. Mit großem Einsatz haben sie bislang geprobt – und auch die Generalprobe ist einwandfrei verlaufen. Klar, dass sie alle so ein bisschen aufgeregt sind – aber gehört das nicht dazu?

Heinke Dirks hat ihren jungen Theaterschützlingen ein Stück umgeschrieben – soll heißen: passend gemacht für die jeweiligen Darsteller. Denn eigentlich heißt die Geschichte nicht „Berthas Wiehnacht“, sondern „Brunos Wiehnacht“. „Aber“, so erzählt die Leiterin während der Generalprobe, „der Junge, der diese Rolle übernehmen sollte, hatte keine Zeit zum Proben.“ Aber macht ja nichts, denn einige Jungs spielen trotzdem mit.

Und darum geht es in dieser Geschichte, die einen tieferen Sinn hat: Das Weihnachtsfest steht vor der Tür, und Bertha schreibt ihren Wunschzettel. Bescheiden ist sie dabei nicht, da tauchen ein MP 3-Player, neue Bekleidung und - wie in jedem Jahr üblich – ein neues Handy auf. In diesem Jahr jedoch will Berthas Vater den Wunschzettel so nicht durchgehen lassen und befindet mit ernster Miene: „Bertha, dein Wunschzettel ist ein richtiger Bestellzettel. So geht das nicht.“ Bertha wiederum ist sauer und zieht schmollend auf den Spitzboden des elterlichen Hauses. Über ihr Handy ruft sie ihre Freunde an, und die kommen schließlich vorbei, „bestückt“ mit Essen, Getränken und Schlafsäcken.

Aber da kommt schließlich noch etwas, womit die Jungs und Mädchen nicht gerechnet haben: Aus einer Ecke des Dachbodens tauchen zwei alte Handys auf – und die können sogar sprechen. Simi und Noki – so heißen die beiden – bringen auch gleich noch ihren alten Kumpel „Kurbel“ mit. Und nicht nur die beiden Handys, auch das alte Telefon mit der Drehscheibe, sie alle haben viel zu erzählen.

Der eigentlich vorgesehene Festablauf nimmt ganz unvorhergesehen eine ungeahnte Wendung: Die Telefone haben nämlich eine Geschichte zu erzählen – die Geschichte, die davon handelt, wie sie aussortiert und weggeworfen wurden. Nachdenklich geworden gehen die Kinder auf ihre ganz eigene Weise mit dem Thema um.

Und hier die Theaterrollen und (jeweils in Klammern) die dazugehörigen Mitspieler: Leitung Heinke Dirks; Erzählerin Hilke Schultz. Bertha (Lenke Johannsen), Moritz (Volker Schultz), Tim (Tjorven Majewski), Paul: (Jan Majewski), Anna (Anna-Lena St. Johannis und Emely Reimers), Lena (Leonie Brüschke und Paula Reimers), Simi (Dalina Majewski, Noki (Morlin Reimers), Kurbel (Isabella Koopmann).

Die Aufführungstermine: Freitag (18.), 19.30 Uhr, und Sonntag (20.), 14 Uhr, mit Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus Drage; am Freitag (25.) ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Seeth.

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