zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

18. Oktober 2017 | 06:40 Uhr

St. Peter-Ording : Weniger Gäste am Strand

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording stellte die Bilanz für das erste Halbjahr 2015 vor. Das kühle Wetter lockte weniger Urlauber auf die Sandbank, dafür mehr in die Dünen-Therme.

von
erstellt am 09.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Wie nicht anders zu erwarten, hat sich die kühle Witterung, die das ganze erste Halbjahr 2015 prägte, auch auf die Bilanz der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording für die ersten sechs Monate ausgewirkt. So wurden bei den witterungsabhängigen Positionen Strandparken und Tageskurabgabe deutlich weniger als im sonnigen ersten Halbjahr 2014 erlöst, als der Sommer noch vor Ostern begonnen hatte. Doch abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss, und so möchte Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier, der die Bilanz dem Tourismus-Ausschuss vorstellte, daraus auch keine verlässliche Prognose für das Gesamtergebnis 2015 ableiten. „Ergebnisbestimmend sind die Monate Juli, August und September.“

Beim Strandparken wurden 13.500 Euro weniger als im Vorjahr (minus 5,8 Prozent) und bei der Tageskurabgabe 7000 Euro weniger (minus zwei Prozent) eingenommen. Der Erlös aus der Strandkorbvermietung blieb dagegen nahezu unverändert. Das kühle Wetter bescherte dafür der Dünen-Therme deutlich mehr Besucher: Die Einnahmen stiegen im Freizeitbad um 253.000 Euro und in der Sauna um 100.000 Euro. „Allerdings ist das kein Anlass zu Jubelstürmen, denn das hatten wir ja so eingeplant“, so Balsmeier – auch mit Blick darauf, dass in der Dünen-Therme im ersten Halbjahr 2014 noch gebaut wurde. „Es ist aber gut, dass wir den Plan tatsächlich erreicht haben.“ Alle anderen Umsatzerlöse bewegen sich dagegen auf Vorjahresniveau. Insgesamt liegt die Summe der Erträge mit 4,6 Millionen Euro aber um rund 160.000 Euro über dem Vergleichszeitraum, und der Verlust fällt mit rund 1,13 Millionen Euro um 140.000 Euro niedriger aus.

Dennoch kann sich der Badeort freuen, dass immer noch mehr Gäste kommen. Bis zum 30. Juni wurde in Übernachtungsbetrieben mit zehn und mehr Betten laut Statistischem Landesamt 4,4 Prozent mehr Ankünfte und vier Prozent mehr Übernachtungen gezählt, wie Balsmeier berichtete. Er ist sich sicher, dass die Statistik auch Ende des Jahres positiv aussehen wird. „Wenn wir auf diesem hohen Niveau bleiben, können wir zufrieden sein.“

Auch das neue Verkehrs- und Sicherheitkonzept für den Kitesurf-Worldcup war Thema in der Ausschuss-Sitzung. Der Vorsitzende Tim Schäfer (AWG) lobte die stellvertretende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff, Jochen Guhlke vom Amt Eiderstedt, die Polizei und Armin Jeß von der Nationalparkverwaltung für ihren Einsatz. Bei Problemen seien sie immer ansprechbar gewesen. Der Veranstalter habe tolle Arbeit geleistet und alles umgesetzt. Balsmeier merkte an, dass der Verkehrsansturm am ersten Wochenende sicherlich nicht nur auf den World-Cup zurückzuführen gewesen sei. „Es war auch das letzte Ferienwochenende. Und wenn dann noch mehrfach das Eidersperrwerk geöffnet wird, kommt es zu dem zeitweise erhöhten Andrang.“ Das Konzept habe von Anfang an funktioniert. Feststehe auch, dass mehr Ersatzstellplätze gebraucht, die Flächen am Norderdeich allerdings nicht mehr dafür genutzt werden. „Jetzt wird sich die Tourismus-Zentrale die Zahlen anschauen, und der Veranstalter wird ein Gleiches tun, und dann wird sich herausstellen, ob es nächstes Jahr wieder einen World-Cup geben wird“, sagte Balsmeier mit Blick auf die Mehrkosten.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen