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Lehrstellen-Rallye : Weniger Besucher, aber gute Gespräche

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Lehrstellen-Rallye der Industrie- und Handelskammer zu Flensburg lockte auch in diesem Jahr junge Leute an, die noch unsicher in Sachen Berufswahl waren.

Sie hat ihren Traumjob gefunden: die Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten, Anika Hansen. Mit Freude erklärt sie Schülern im Rahmen der „8. Husumer Lehrstellen-Rallye“ im Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen Nordfriesland, wie vielseitig ihr Beruf ist. „Ich habe immer mit Menschen zu tun und muss mich neuen Herausforderungen stellen“, erläutert sie Svea Wünsch von der Ferdinand-Tönnies-Schule. Sie legt der Schülerin einen Gipsverband an und beantwortet alle Fragen rund um das Thema Ausbildung im Klinikum. „Hier kannst Du Berufe wie Gesundheits- und Krankenpflegerin, Kaufmann im Gesundheitswesen, Operationstechnische Angestellte, Physiotherapeut oder Informatiker erlernen. Du kannst auch ein Freiwilliges Soziales Jahr machen.“

So wie die zukünftige Fachangestellte erklären in 21 Husumer Betrieben mit 68 Berufen, Auszubildende wie es läuft, welche Chancen und Verdienstmöglichkeiten es gibt. Genau das macht den Reiz der Lehrstellen-Rallye aus, ist die Leiterin der Personalentwicklung im Klinikum Nordfriesland, Nicole Menzel, überzeugt. „Die jungen Leute erfahren von ihresgleichen, was verlangt wird.“

Erneut haben sich Jugendliche der allgemein- und berufsbildenden Schulen an ihrem freien Sonnabend aufgemacht, um diese Möglichkeit zu nutzen. Ein wenig lockt natürlich auch der Hauptgewinn, ein I-Pad, das die Veranstalter, die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Flensburg, und das Commerzium der Stadt Husum sowie Sponsoren, für die Verlosung gestiftet haben. Wer von den Schülern vier Betriebe besucht, darf hoffen.

Die Autokraft ist mit einem Shuttle-Bus im Einsatz. Wer wissen will, ob die Bewerbungen in Ordnung sind, erhält praktische Tipps von den Experten der IHK. Pünktlich zum Start schlagen Kim Andresen und Tüge Thomsen aus der siebten Klasse der Gemeinschaftsschule Bredstedt im Unternehmen Raudzus auf. „Wir wollen uns so viel wie möglich ansehen, interessieren uns für den Beruf Mechatroniker für Nutzfahrzeuge.“ Beide wissen noch nicht, was sie nach der Schule machen sollen. Motiviert erklärt Marcel Witt – Auszubildender im dritten Jahr – die unterschiedlichen Berufsfelder. Ihm selbst mache die Lehre viel Spaß und er fühle sich gut aufgehoben. Besonders faszinierend sei es, bei der Reparatur der großen Bundeswehrfahrzeuge ohne Elektronik Hand anzulegen. Ausbildungsleiter Michael Lorenzen führt die jungen Leute durch den Betrieb und erläutert weitere Details zur Ausbildung.

Die Auszubildenden der FTCAP Fischer und Tausche – Hersteller von Kondensatoren – haben für die Wissbegierigen eine Powerpoint-Präsentation erarbeitet. Geschäftsführer Dr. Thomas Ebel führt sie danach selbst durch die Produktionsräume und beschreibt die Ausbildungsberufe – von der Industriekauffrau bis zum Industriemechaniker. Zufrieden sind am Ende nicht nur die Fachberater der IHK, sondern auch die Ausbildungsleiter der Betriebe. „Es waren zwar nicht so viele Schüler wie im vergangenen Jahr da. Aber dafür gab es gute Gespräche“, so das vorläufige Resümee von Henning Göttsch, Vorsitzender des Commerziums, und Stefan Sievers (IHK). 2013 waren rund 400 Schüler dabei. Bei der Tombola hat der 14-jährige Yashar Kashani aus Husum Glück. Er ergattert das I-Pad.

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