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Suche in der Innenstadt : Wenig Platz für Reisebusse

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Verkehrsausschuss Tönning fahndet nach idealen Standorten für Extra-Stellplätze im Zentrum. Die engen Straßen verbieten das Abstellen von Reisebussen, da sonst der Durchgangsverkehr blockiert wird.

Enge Straßen prägen Tönnings Innenstadt. Dort noch eine Haltestelle für Reisebusse einzurichten, ist eine Herausforderung. Selbst der von den Mitgliedern des Tönninger Seniorenbeirates vorgeschlagene Platz an der westlichen Seite des Marktplatzes, direkt vor dem Café und Imbiss, scheidet aus. Das gab Matthias Hasse, Leiter der Stadtentwicklung, den Mitgliedern des Verkehrs- und Wirtschaftssausschusses sowie Einwohnern in der jüngsten Sitzung bekannt. „Wir brauchen allein für einen Stellplatz schon 20 Meter zuzüglich Buslänge. 24 Meter Fläche stehen aber nur zur Verfügung“, erklärte er. Wenige Meter weiter vor dem Mühlenbäcker wäre Platz, doch dort stehen Bäume auf dem Gehweg. An der Stelle würde man, so Hasse, Gefahrenquellen schaffen. Auch für die fahrenden Verkehrsteilnehmer sei es schwierig, alles gut einzusehen.

„Früher war die Haltestelle direkt beim Brunnen. Da wäre genug Platz. Wir müssten nur Parkplätze auf dem Markt opfern“, wandte Jürgen Ziegert (CDU) ein. Der Ausschussvorsitzende Hans-Joachim Teegen (CDU) brachte als Alternative den Parkstreifen Am Herrengraben vor dem Nationalparkhaus ins Spiel. Der Streifen sei lang genug und der Platz liege zentral. Von dort aus könnten auch die Senioren oder Rollator- und Rollstuhlnutzer gut agieren. Busse direkt vor den Brunnen zu platzieren, sei touristisch nicht sehr attraktiv. Allerdings könne alternativ überlegt werden, ob die Busse nur zum Ein- und Aussteigen dort halten und danach außerhalb der Innenstadt parken. Möglicherweise sei auch der Platz auf dem Markt, parallel zum Schlossgarten, also dort, wo die Wochenmarktstände aufgebaut werden, geeignet. Busse könnten dann relativ komfortabel – ohne Rangieren – durch die Straße An der Bootfahrt den Platz wieder verlassen. Das Gremium war sich einig, dass ein Ortstermin mit der Verkehrsaufsicht des Kreises Nordfriesland endgültig Klarheit über den richtigen Standort bringen sollte. „Ich kümmere mich darum“, so Hasse.

Die Mitglieder gaben ihm und damit der Verwaltung weitere Hausaufgaben für die Fachleute des Kreises mit auf den Weg. An einigen Stellen würden noch Gefahrenpunkte für alle Verkehrsteilnehmer lauern. So sollte in der Alten Ellersiedlung wieder eine Einbahnstraßenregelung her, zumal es der Wunsch der Anlieger gewesen war. Sie wollten bewusst den etwas längeren Weg zugunsten der Sicherheit in Kauf nehmen. „Die Straße ist einfach zu eng“, so Mery Ebsen (AWT). Würden sich beispielsweise zwei Lieferwagen begegnen, wäre ein Ausweichen nicht möglich. Für den Stiftweg liegt ein Antrag eines Bürgers vor, ihn als Anliegerstraße zu deklarieren. Die Straße ist kurz und schmal. Nur drei Häuser inklusive einer Autowerkstatt befinden sich dort. Oft parken Fahrzeuge vor der Werkstatteinfahrt. Dennoch wird sie von vielen als Durchgangsstraße genutzt. „Für die Verwaltung wäre das kein Problem. Der Kreis hat bisher Bedenken geäußert“, so Hasse. Gefährlich sei es auch in Höhe des ADS-Kindergartens in der Hugo-Buschmann-Straße. Zur Sicherheit sollte davor eine gestrichelte Linie aufgebracht werden, um haltende Fahrzeuge fernzuhalten.

Wegen der scharfen Rechtskurve sollte ein Spiegel mehr Sicherheit bringen. Der Bereich ist schwer einzusehen. An der westlichen Einmündung auf die Bundesstraße 202 wäre, so die Meinung einiger Gremiumsmitglieder, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 angebracht.






BU:

Breite Zustimmung im Gremium fand der Vorschlag, den Parkstreifen vor dem Nationalparkhaus in der Straße Am Herrengraben für Reisebusse freizuhalten.

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