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Gästebefragung 2015 : Weltnaturerbe lockt die Urlauber

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bis zu 35 Prozent der Gäste in St. Peter-Ording und Eiderstedt kommen wegen des Wattenmeers, das ergibt die Gästebefragung 2015 auf der Halbinsel. Knapp 1400 Urlauber machten mit.

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erstellt am 28.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Die Urlauber sind sehr zufrieden mit St. Peter-Ording und Eiderstedt. Das hat die Gästebefragung 2015 des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) aus Kiel ergeben.

Eine Durchschnittsnote von 1,7 erhielten das Nordseebad, Tönning und das ländliche Eiderstedt. Damit liegen sie leicht unter der Landes-Note von 1,8. Friedrichstadt bekam eine 1,9. Während St. Peter-Ording seit 1997 alle drei Jahre diese Untersuchung vornehmen lässt, wurden Tönning, Friedrichstadt und Eiderstedt das erste Mal unter die Lupe genommen, und damit also die Lokale Tourismus-Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt (LTO). Entsprechend groß war das Interesse an der Veranstaltung „Dem Gast auf der Spur“ in der Reihe „TZ im Dialog“ im Dünen-Hus. Kai Ziesemer vom NIT führte durch das umfangreiche Zahlenwerk.

In St. Peter-Ording beteiligten sich 551 Gäste per Fragebogen sowie 338 über Online (insgesamt 889). In Tönning waren es 189, in Eiderstedt und Friedrichstadt je 140, die einen Fragebogen ausfüllten, die ihnen der Gastgeber gegeben hatten. Die teilnehmenden Betriebe waren gezielt unter den privaten und gewerblichen Quartiersanbietern ausgesucht worden. Campingplätze waren nicht dabei.

Frohe Botschaft für St. Peter-Ording: 67 Prozent der Urlauber sind Stammgäste. Die Gäste verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen. Die Ausgaben pro Tag sind gestiegen, 2015 waren es 68 Euro. Dadurch dass die Aufenthaltsdauer gesunken ist, sind allerdings auch die Ausgaben insgesamt gesunken. Strand, Meer, Bademöglichkeiten, Klima und Erholung sind nach wie vor die Hauptgründe für eine Reise in den Badeort.

Gerne wird der Strand übrigens auch von den Gästen der drei anderen Destinationen innerhalb der LTO besucht. Das Weltnaturerbe Wattenmeer wird von einem Viertel der Befragten in St. Peter-Ording als ein Reiseanlass genannt. „Die Wichtigkeit des Weltnaturerbes hat sich in den letzten Jahren verdreifacht“, betonte Ziesemer. Der Altersdurchschnitt der Urlauber liegt bei 52,3 Jahren und ist etwas gesunken. Er mahnte, dass St. Peter-Ording beim Familien- und Kinderangebot am Ball bleiben müsse.

Das ländliche Eiderstedt wird dagegen überwiegend von Familien mit Kindern als Urlaubsort gewählt. Innerhalb der LTO sind die Gäste mit 49,5 Jahren am jüngsten. Der Bauernhof-Urlaub wird von 32 Prozent als Ziel angegeben, der Landurlaub von 20. Die Reiseausgaben pro Tag sind im Vergleich mit 43 Euro am niedrigsten, dabei ist der Anteil der Gutsituierten am größten. „Das deutet auch wieder auf Familien hin. Denn meist verdienen da beide“, so Ziesemer.

Neben Strand, Meer, Bademöglichkeiten, Klima und Erholung sind Landschaft, gastfreundliche Einwohner und Vermieter wichtige Reiseanlässe. Das Weltnaturerbe geben sogar 35 Prozent an und 25 Prozent das Angebot für Kinder. Als Stammgäste bezeichnen sich 39 Prozent.

Auch in Tönning spielt das Weltnaturerbe eine recht große Rolle als Reiseanlass, außerdem die Erreichbarkeit und die maritime Atmosphäre, aber naturlich auch Erholung, Strand, Landschaft und Klima. Die Tönninger Gäste verfügen ebenfalls über ein höheres Einkommen. Im Durchschnitt geben sie 55 Euro pro Tag aus. Stammgäste waren 41 Prozent der Befragten.

Friedrichstadt hat mit 28 Prozent dagegen den niedrigsten Anteil an wiederkehrenden Besucher. „Das hängt aber auch mit der Größe der Stadt zusammen“, so Ziesemer. Im Vergleich ist das Durchschnittseinkommen zwar am niedrigsten, die Tagesausgabe mit 70 Euro aber am höchsten. Dafür ist die Verweildauer aber auch am kürzsten. Einer der wichtigsten Reisegründe ist das Ortsbild. Allen Urlauber gemein ist, dass sie als Informationsquelle das Internet stark nutzen. Und alle Ausflüge in die Umgebung unternehmen.

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