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Nur der Schnee fehlt noch : Weihnachten im Wohnmobil

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum Wintercamping in Friedrichstadt fehlt dem Ehepaar Eruika und Günter Lemke nur noch der Schnee. Über die Weihnachtstage will es sich im Wohnmobil richtig gemütlich machen.

Es könnte ruhig ein wenig Schnee zu Weihnachten kommen, doch aus diesem Wunsch wird zumindest in diesem Jahr nichts. „Schade“, sagen Erika und Günter Lemke, die mit ihrem Wohnmobil nach Friedrichstadt gekommen sind, um die Weihnachtstage dort auf dem neuen Stellplatz zu verbringen. Den Platz auf dem Halbmond finden sie einfach Spitze, schließlich waren sie dort auch schon Gast, als die Anlage noch im Bau war. Wintercamping ist für das Ehepaar aus Kappeln nichts Neues. Schon früher, als beide noch berufstätig waren, sind sie mit einem Zelt, später mit einem Wohnwagen und schließlich mit dem Wohmobil unterwegs gewesen. „Das hat uns immer besser gefallen, als in einem Hotel abzusteigen“, sagt Günter Lemke und betont, dass in seinem zwei Jahre alten Fahrzeug nichts an Komfort fehlt. Sogar auf die Sanitäranlagen des Platzes könne man verzichten, denn auch an Bord findet sich ein von der Dusche getrenntes WC.

Zwei Gründe gibt es, warum das Ehepaar diesmal nach Friedrichstadt gekommen ist, um die Weihnachtstage zu verbringen. Einmal sind die Betreiber des Platzes schon gute Bekannte geworden und bieten auch ein nettes Rahmenprogramm an, und der zweite Grund: Der neue evangelische Pastor des Holländerstädtchens, Christoph Sassenhagen, ist ein alter Bekannter aus der Schleistadt. Schließlich hat er in Kappeln auch ein Segelboot gehabt, so wie Günter Lemke. Und die Weihnachtspredigt von Sassenhagen wollen die Lemkes gern in der St. Christophorus-Kirche miterleben.

„Da wir keine Kinder haben, können wir an den Festtagen machen was uns gefällt, wir brauchen keine Rücksicht zu nehmen“, sagt Erika Lembke, die ein leckeres Weihnachtsessen vorbereitet hat, Hähnchen mit Kartoffeln und viel Gemüse wird es geben. „Wir machen es uns richtig gemütlich“, ergänzt ihr Mann und sagt, dass sie nur ganz selten Kochen würden, im Sommer allerdings gehöre das Grillen einfach dazu. „Ich finde es schrecklich, wenn auf manchen Stellplätzen die Nachbarn um Punkt 12 Uhr Mittagessen müssen.“

Große Fahrten durch ganz Europa unternehmen der frühere Schulhausmeister und die Teppichverkäuferin nicht, besuchen zwar auch Skandinavien, doch in erster Linie zieht es die Lemkes Deutschland. Dabei wird um eine Region ein Kreis gezogen, dann geht es mit dem 150 PS-starken Haus auf vier Rädern in das Zielgebiet. „Weiter Planungen“, so Lemke, finden dann spontan vor Ort statt. Zwischendurch fahren sie immer wieder nach Hause, denn in der Stadt besitzen sie ein Haus, das auch unterhalten werden will.

Als alte Camper sind sie allerlei Unwetter gewohnt, doch in ihrem neuen Mobilheim wurden sie nach eigenen Angaben vom Sturm am Wochenanfang ordentlich durchgerüttelt. „Manchmal habe ich schon gedacht, ob der Wagen wohl stehenbleibt“, schildert Günter Lembke die Nacht auf dem Friedrichstädter Stellplatz, um gleich zu ergänzen, „wenn es schlimmer gekommen wäre, dann hätte ich in den Wind verholt.“

Noch herrscht auf dem Halbmond kein Hochbetrieb. Anders sah dies am vierten Advent aus. Da gab es in einem extra aufgebauten Zelt Glühwein und reichlich Weihnachtsstimmung. „Die meisten Wohnmobilisten haben ja Familie und bleiben dann lieber bei ihr. Ich hoffe, nach Weihnachten wird es wieder voller“, sagen Erika und Günter Lemke. Denn das Paar liebt das ganze Jahr hindurch Camping und den Kontakt mit Menschen. „Dieser Platz ist toll, hier toben auch Kinder herum. Das stört uns nicht, aber es gibt immer Meckerköppe, die das ärgert.“ Nach dem Weihnachtsgottesdienst macht es sich das Kappeler Paar ganz gemütlich, unternimmt täglich Spaziergänge, schaut sich die Stadt an oder radelt. Und schlechtes Wetter? Das kennt ein Camper nicht. „Es ist doch herrlich, wenn es draußen stürmt und regnet und man selbst in der warmen Stube sitzt.“ Dank der guten Isolierung werden an drei Tagen nur knapp elf Kilogramm Gas benötigt – bei Frost. Auch der Stromverbrauch hat sich seit dem Einbau von LED-Lampen drastisch reduziert. „Jetzt werden wir es uns Weihnachten ganz gemütlich machen, gut Essen und freuen uns dann schon wieder auf Silvester. Denn dann ist das Zelt wieder aufgebaut und es soll eine Party mit allen Gästen geben.

Der Friedrichstädter Platz ist übrigens Stellplatz des Monats August in Europas größter Wohmobilzeitung „Promobil“ geworden. Jetzt ist er sogar zum Stellplatz des Jahres nominiert, Bis zum 5. Januar können noch Stimmen abgegeben werden. Hier ist das möglich: https://docs.google.com/forms/d/1THDNDH 4vZmzBcHi8Z6d4YMYp3Lu MFOTVySP-4Qu4iFQ/viewform?c=0&w=1.

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erstellt am 23.Dez.2015 | 17:28 Uhr

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