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St. Peter-Ording : Watt erleben in der Dünen-Therme

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Nationalpark-Haus in St. Peter-Ording eröffnet. Attraktiver Lernort zum Thema Wattenmeer mit elf Aquarien und interaktiven Spielen.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 08:04 Uhr

St. Peter-Ording | Leben mit Sand, Wind und Flut. Das machen nicht nur die Einwohner der Gemeinde St.Peter-Ording und deren Gäste, sondern das ist auch das Motto des Nationalpark-Hauses, das gestern in der Dünen-Therme feierlich eingeweiht wurde. Auf rund 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden Exponate, Aquarien und Filme rund um das Weltnaturerbe Wattenmeer gezeigt. Träger der Einrichtung sind die Gemeinde St. Peter-Ording, die Schutzstation Wattenmeer und die Nationalparkverwaltung im Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz. Damit ist der erste Baustein des umfangreichen Umbaus der Dünen-Therme fertiggestellt.

Großer Bahnhof im ehemaligen Kursaal der Gemeinde. Rainer Balsmeier sprach sogar von einem "wichtigen Tag für St.Peter-Ording". Der Bürgermeister und Tourismus-Direktor rief den zahlreichen Gästen in seinem Grußwort den Werdegang des Nationalpark-Hauses in Erinnerung. Dass ein solches in dem besucherstärksten Badeort an der Westküste eröffnet werden sollte, sei bereits 1996 ein Vorschlag im damaligen Synthesebericht zum Nationalpark gewesen, so Balsmeier. Seitdem seien bis 2011 rund 40 Millionen Euro in touristische und infrastrukturelle Maßnahmen der Gemeinde geflossen, unterstrich er. Rund 16 Millionen Euro davon seien Zuschüsse gewesen. Weitere 5,5 Millionen Euro an Fördergeldern werden bis nächstes Jahr in die Modernisierung der Dünen-Therme und in die Erweiterung des Parkhauses fließen. Ingesamt werden die Maßnahmen mit 11,7 Millionen Euro zu Buche schlagen. Zu einer Steigerung der Attraktivität würde auch das Nationalpark-Haus beitragen, ist Balsmeier überzeugt. "Das ist ein Aushängeschild für unsere Gemeinde."

Davon ist auch Dr. Ulf Kämpfer überzeugt. Der Umweltstaatssekretär aus dem Ministerium in Kiel hofft, dass es dem Team um Nationalpark-Haus-Leiterin Sabine Gettner gelingen wird, die Gäste für die Küste zu begeistern. Die Mitarbeiterin der Schutzstation Wattenmeer wird gemeinsam mit jungen Leuten, die einen Bundes-Freiwilligendienst oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, in Absprache mit den Touristikern vor Ort in und rund um die neue Einrichtung unterschiedliche Veranstaltungen anbieten. Nicht weniger als 300 000 Besucher im Jahr informiert die Schutzstation Wattenmeer über die Besonderheiten an der Küste, betonte deren Vorsitzender Johnny Waller. Die Ausstellung in der Dünen-Therme sei "modern, stylisch und mit viel Medientechnik versehen, erläuterte Waller, "und deshalb völlig untypisch für uns." Das Haus widme sich speziell der Natur in und um St. Peter-Ording. Es gibt elf Aquarien, ein interaktives Landschaftsmodell, das in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Dorfchronik entstanden ist, sowie eine sogenannte Interaktions insel und einen Kinoraum. Themen sind unter anderem auch die Nonnengänse sowie die Sturmflut von 1962.

Motto der Ausstellung ist Leben mit Sand, Wind und Flut. "Die drei Elemente prägen den Nationalpark Wattenmeer und das Weltnaturerbe an der Spitze der Halbinsel Eiderstedt auf einzigartige Weise", so der Staatssekretär. Das neue Nationalpark-Haus informiere die Gäste deshalb nach der einfachen Formel: Natur schafft Kultur - Kultur prägt Natur - der Mensch ist Gast in der Natur.

Für Dr. Gerd Meurs vom Nationalparkamt ist das neue Angebot in St.Peter-Ording eine ideale Ergänzung zum Multimar Wattforum. Der Leiter der Tönninger Einrichtung hat das Konzept des St. Peteraner Hauses aktiv mitgestaltet. "Mit diesem Haus wird das Bildungsangebot für den Nationalpark abgerundet", so Meurs. Insgesamt gibt es 38 Einrichtungen, die über das Weltnaturerbe informieren - an deren Spitze das Multimar als Info-Zentrum steht. Das Nationalpark-Haus in St. Peter-Ording ist die 14. Einrichtung dieser Art. Dazu kommen noch zahlreiche Stationen. Die 15., die Arche-Wattenmeer, wird am 7. Juli in Hörnum/Sylt eröffnet - dort in einer ehemaligen Kirche.

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