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Putzen für sichere Trinkwasserversorgung : Wassertank im Trockendock

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vier Millionen Liter Trinkwasser werden für die Husumer gespeichert. Zwei riesige Behälter stehen dafür zur Verfügung – und die müssen alle fünf Jahre gereinigt werden.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2015 | 08:00 Uhr

Wieder bis zum Rand gefüllt ist der Trinkwasserbehälter 1 der Stadtwerke Husum Netz GmbH. In den vergangenen Wochen herrschte im trockengelegten Bauch des zwei Millionen Liter fassenden Behälters reges Treiben: Turnusmäßig stand die Revision des Trinkwasserspeichers an. „Dieser Wasserbehälter hat noch einen ‚Partner‘ in unserem Wasserwerk; es sind zwei installiert“, sagt Norbert Jungjohann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum Netz, und erläutert: „Sie speichern Reinwasser und dienen zu Spitzenzeiten der Versorgungssicherheit.“

Trinkwasser ist das am besten überwachte Lebensmittel in Deutschland. Die gesetzlichen und technischen Vorschriften für Wasserfassung, -aufbereitung, Wasserwerke und Trinkwassernetz sind streng. So ist zum Beispiel alle fünf Jahre eine sogenannte Innenrevision der Wasserbehälter Pflicht.

In diesem Jahr war für Husum der Wasserbehälter 1 an der Reihe: Dazu wurde zunächst der Behälter mit seinen zwei Kammern entleert, indem das vorhandene Reinwasser in das Trinkwassernetz eingespeist wurde. So wird kein Tropfen des wertvollen Guts verschwendet. „Das Husumer Wasser ist etwa 8000 Jahre alt und besonders rein“, erklärt Norbert Jungjohann.

Als der erste Behälter leer war, war der Wasserbehälter 2 für die Versorgung der Stadt verantwortlich; mit rund 40 Jahren ist er etwas jünger als der erste aus dem Jahre 1960. Die Tanks speichern je 2000 Kubikmeter Wasser. „So eine Revision ist für uns Routine. Auch wenn wir in den vergangenen Wochen nur auf einen Wasserspeicher zugreifen konnten, war die Trinkwasserversorgung stets gesichert“, betont Norbert Jungjohann nach Abschluss der Revisionsarbeiten. Pro Tag gibt das Wasserwerk in Mildstedt bis zu 4000 Kubikmeter Trinkwasser in das 140 Kilometer lange Trinkwassernetz ab, an heißen Tagen vergrößert sich diese Menge auf bis zu 6000.

Der Behälter selbst besteht aus Stahlbeton; sämtliche Böden, Innenwände und Decken sind mit einer mineralischen Spezialbeschichtung versehen. Bei der Innenrevision wird der Behälter zunächst gereinigt, Decken, Böden und Wände werden gründlich geschrubbt. Anschließend steigen die Mitarbeiter der Stadtwerke Husum Netz in den Behälter und unterziehen ihn einer Sichtprüfung: Selbst kleinste Veränderungen und Materialabnutzungen können so frühzeitig entdeckt und behoben werden. Ist alles geprüft, wird der Behälter erneut gewaschen, desinfiziert und gespült. Danach wird die Kammer wieder abgeriegelt. „Absolute Sauberkeit und Disziplin ist bei den Arbeiten im Wasserwerk oberstes Gebot“, sagt Norbert Jungjohann.

Nachdem die Kammer geschlossen ist, wird sie bis zu ihrem Maximum von 2000 Kubikmetern gefüllt. „Bevor der Wasserbehälter wieder ins Leitungsnetz einspeisen darf, nehmen wir Proben, um die einwandfreie Qualität des Trinkwassers sicherzustellen“, beschreibt der Netze-Geschäftsführer das Vorgehen seiner Mitarbeiter. Von einem unabhängigen Labor werden die Proben analysiert. „Die Analyse war wie erwartet ohne Befund“, so Jungjohann. Das bedeutet für die Praxis: Behälter 1 ist wieder im normalen Betriebsmodus und versorgt Husum mit Trinkwasser.

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