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Garding : Wasserleitung zwingt zur Bauplan-Änderung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im neuen Gardinger Wohngebiet am Norderring wird es keine Keller geben, weil ein Wasserrohr im Gelände liegt. Der B-Plan wird neu ausgelegt.

Zum wiederholten Mal musste sich die Gardinger Stadtvertretung mit dem Bebauungsplan Nr. 4 beschäftigen. Hierbei handelt es sich um das Gebiet der ehemaligen Minigolfanlage. Diese Fläche nördlich des Norderrings und westlich der Straße Hahneburg mit einer Gesamtfläche von gut 2900 Quadratmetern wurde bereits an einen Investor veräußert. Dieser will mehrere Wohngebäude errichten. „Wir unterstützen dieses Vorhaben, da wir damit den Bedarf an Wohnraum decken können“, so Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt. Es werde damit außerdem eine Baulücke geschlossen. Während der gesetzlich vorgeschriebenen Auslegung von vier Wochen seien mehrere Eingaben beziehungsweise Hinweise eingegangen, die eine Planungsänderung zur Folge habe. So verwies der Wasserbeschaffungsverband Eiderstedt auf eine Trinkwasserleitung, die in der Baufläche verläuft. Der Schutz und der Zugriff auf diese Leitung beispielsweise zur Reparaturarbeiten müsse gewährleistet sein, heißt es in dem Schreiben. In Abstimmung mit dem Verband, dem Investor und der Stadt Garding wurde festgelegt, dass die vorhandene Trinkwasserleitung in einem Schutzrohr neu verlegt wird. Dies hat zur Folge, dass die Gebäudefundamente nur bis 50 Zentimeter unter der Gehwegoberkante reichen dürfen. Ein Kellerbau ist damit ausgeschlossen. Für eine Überraschung sorgte der Hinweis, dass es sich bei dem Graureiherhorst nach dem Landeswaldgesetz um einen Wald handelt. Das wiederum hat zur Folge, dass eine Baugrenze zum Wald von 30 Meter eingehalten werden muss. Weiter befinden sich die neu zu errichtenden Gebäude in direkter Nachbarschaft zum Kulturdenkmal Hahneburg, dem ehemaligen Wohnsitz der Eiderstedter Pfennigmeister. „Um eine Beeinträchtigung des Kulturdenkmals auszuschließen, wird die Dachneigung für Dächer der Hauptgebäude auf 45 Grad bis 55 Grad festgelegt“, erklärte Kummerscheidt. Mit diesen Änderungen wird die B-Plan nun erneut, allerdings verkürzt auf 15 Tage, ausgelegt.

In ihrem Bericht ging Andrea Kummerscheidt auf den Rufbus ein. „Wir haben ihn endlich auf die Straße bekommen.“ Damit steige die Mobilität der Menschen im mittleren Eiderstedt. „Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, sind wir auf das Feedback der Fahrgäste angewiesen.“ Ziel sei es, das Angebot zu verbessern und langfristig zu erhalten. Der Bus fährt die Gemeinden Wester- und Osterhever, Poppenbüll, Tetenbüll, Garding, Katharinenheerd, Welt, Vollerwiek und Grothusenkoog an. Weitere Info unter www.rufbus-eiderstedt.de.

Für das bisherige bürgerliche Mitglied Christian Michael Herold sollte diese Stadtvertreter-Sitzung etwas besonderes sein. Nachdem Tim Clausen (SPD) aus privaten Gründen sein Mandat niedergelegt hatte, wurde Herold von Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt in das höchste Stadtgremium berufen und verpflichtet. „Als bürgerliches Mitglied haben sie in den vergangenen Jahren schon Einblick in verschiedene Ausschüsse bekommen und somit einen breiten Überblick über die kommunale Politik erhalten.“ Mit einem festen Handschlag wurde Herold in das Gremium aufgenommen.

Der umgestaltete Stadtpark wird am 14. Mai mit einem bunten Fest feierlich eingeweiht. Zum Muttertag soll es einige Überraschungen geben, so die Bürgermeisterin. Des Weiteren findet am 20. Mai rund um den Markt der Eiderstedter Bürgerflohmarkt statt. Mit den ersten Biertagen am 10. und 11. Juni betritt die Stadt Neuland.

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