Internationaler Wettbewerb : Was macht das Känguru im Mathematik-Unterricht?

Eingerahmt von Schulleiter Dieter Boe (l.) und Mathe-Lehrerin Sonja Struck (r.) präsentieren die erfolgreichen Wettbewerb-Teilnehmer ihre Urkunden. Levin Siems (2. v. r.) und Pia Westphal (2. v. l.) wurden für ihre ersten Plätze zusätzlich mit Preisen ausgezeichnet.
Eingerahmt von Schulleiter Dieter Boe (l.) und Mathe-Lehrerin Sonja Struck (r.) präsentieren die erfolgreichen Wettbewerb-Teilnehmer ihre Urkunden. Levin Siems (2. v. r.) und Pia Westphal (2. v. l.) wurden für ihre ersten Plätze zusätzlich mit Preisen ausgezeichnet.

Die Gemeinschaftsschule Husum Nord hat am internationalen Wettbewerb Mathe-Känguru teilgenommen. Ein Schüler belegte sogar deutschlandweit den dritten Platz in seiner Klassenstufengruppe.

shz.de von
03. Juli 2015, 16:00 Uhr

In der Gemeinschaftsschule Husum Nord und an weiteren 10.300 Schulen in Deutschland hat das Mathe-Känguru die Begeisterung für Mathematik gefördert. Der Name ist eher symbolisch gemeint und ehrt die australischen Erfinder dieses Wettbewerbs: Zwei Lehrer haben den seit 1978 in Australien stattfindenden Multiple-Choice-Wettbewerb ins Leben gerufen, um die Furcht vor der Mathematik abzubauen. Inzwischen nehmen fast 60 Länder weltweit mit 6,5 Millionen Schülerinnen und Schülern teil.

Die Aufgabenstellungen sind so angelegt, dass das Ergebnis mit etwas Pfiffigkeit und gesundem Menschenverstand erzielt wird. An der Gemeinschaftsschule Husum Nord bestätigt Sonja Struck dann auch, dass dieser Wettbewerb allen freiwilligen Teilnehmern in diesem Jahr wieder viel Spaß gemacht hat. „Schon mit den Grundkenntnissen aus dem Unterricht konnten die 30 anregenden, heiteren und ein wenig unerwarteten Aufgaben gelöst werden. In erster Linie stand aber die Problemlösung an erster Stelle“, sagt die Mathe-Lehrerin.

850.000 Schüler nahmen in diesem Jahr deutschlandweit teil. Für die Besten gibt es Preise, und an jeder Schule erhält der Teilnehmer mit dem weitesten „Kängurusprung” (das heißt: der größten Anzahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten) ein T-Shirt. Die logischsten Schlussfolgerungen erzielte in diesem Jahr Levin Siems aus der Klasse 6d. Nach einem besonderen Auswerte-System belegte Levin zudem deutschlandweit den dritten Platz in seiner Klassenstufengruppe und erhielt neben einer Urkunde mit der Punktzahl auch ein kleines Mathe-Spiel. Den ersten Platz der fünften Klassen und ein T-Shirt für den weitesten Känguru-Sprung der Schule gingen an Pia Westphal aus der Klasse 5d.

Aus der neunten Klassenstufe nahm Finja Schmidt bereits das zweite Mal teil. „Bereits in der Grundschule hat mich dieser Wettbewerb interessiert und da habe ich mich das erste Mal freiwillig gemeldet. Mit meinem Mathe-Leistungskurs hatte ich keine Vorteile gehabt, denn hier war derjenige, der mit Logik an die Aufgaben heranging, deutlich im Vorteil“, sagt die 15-jährige Finja, die viel Spaß beim Mitmachen hatte.

Der Wettbewerb ist für die Teilnehmer ausgesprochen attraktiv, da eine gefundene oder erahnte Lösung nicht schriftlich exakt begründet werden muss. Und diejenigen, die das erste Mal dabei waren, sind sich einig: Auch im nächsten Jahr lohnt es sich wieder, bei diesem Wettbewerb anzutreten – um zu knobeln, zu denken, zu probieren und einfach Spaß an Mathe zu haben. Die Gemeinschaftsschule Husum Nord wird also auf jeden Fall wieder vertreten sein.

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