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Reitverbot im Gespräch : Waldweg durch Reiter zerstört

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Schwabstedts Bürgermeister denkt im Tourismusausschuss laut über ein Reitverbot im Thomsen-Wald nach. Trotz des vorhandenen Reitweges wird nach seiner Einschätzung viel zu viel auf anderen Wegen geritten.

15 Punkte hatte die Vorsitzende des Wirtschafts-, Verkehrs- und Tourismusausschusses der Gemeinde Schwabstedt, die stellvertretende Bürgermeisterin Eike Hansen (WGS), auf die Tagesordnung der jüngsten Zusammenkunft genommen. Die Touristinformation soll nun auch in dänischer Sprache auf die Besonderheiten in der Region hinweisen. Dem Gemeinderat wird empfohlen, Vermietern aus Schwabstedt Platz auf der Schwabstedt-Homepage einzuräumen. Die Gebühr dafür soll 20 Euro betragen. Gut angenommen wird der ausgeschilderte Reitweg, jedoch nutzen viele Pferdefreunde auch andere Wege. Bürgermeister Jürgen Meyer (FDP) beklagte, dass beispielsweise im Thomsen-Wald erhebliche Schäden an den Wegen durch die Reiter entstehen. Nun werde darüber nachgedacht, ein Reitverbot zu verhängen. Zudem soll versucht werden, besonders matschige Stellen auf mit Schreddergut zu stabilisieren.

Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt sich die Vorsitzende mit dem Thema Schwabstedter Flagge. Das Gremium empfahl die nordfriesische mit dem Schwabstedter Wappen als offizielle Flagge zu nutzen. Die Eisenbahnbrücke ist kein Eigentum der Gemeinde, dafür aber ein Wahrzeichen von Schwabstedt. Der Eigentümer wäre damit einverstanden, dass die Gemeinde die Brücke begehbar macht, sofern er keine Haftung übernehmen muss. Das gehe nicht, so die Vorsitzende, denn auch ein Hinweis auf die eigene Haftung der Nutzer, würde Gemeinde oder Besitzer nicht davon befreien. Außerdem würden enorme Kosten entstehen, da eine öffentlich genutzte Brücke jährlich auf ihre Sicherheit geprüft werden muss. Einigkeit herrschte darüber, dass der Lesesaal im gemeindeeigenen Treenehaus renoviert werden soll.

Eike Hansen: „Ich finde es schade, dass wir am Wasser wohnen, aber nicht am Wasser spazieren gehen können.“ Aus diesem Grund hat sie sich mit dem Eider-Treene-Verband in Pahlen in Verbindung gesetzt. Probleme sieht der Verband, da der Deich verpachtet ist und dort Kühe und Schafe laufen. Somit müssten Pforten – ähnlich wie am Nordseedeich – errichtet werden, die automatisch schließen. Ebenfalls befürchtet er freilaufende Hunde. Die Vorsitzende wird sich mit dem Verband, dem Deichgrafen und dem Bürgermeister zu einer Ortsbegehung treffen.

Eike Hansen betonte dann, „dass Schwabstedt mehr für die junge Generation tun und mit der Zeit gehen muss“. Hierzu gehöre auch freies W-Lan. Ganz besonders wichtig findet sie einen Hotspot in der Mehrzweckhalle und an der Badestelle. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf etwa 300 bis 600 Euro, die monatlichen Unterhaltungskosten auf 30 bis 50 Euro. Einstimmiger Empfehlungsbeschluss: Mehrzweckhalle und Sportplatz sowie Badestelle und Bistro sollen mit freiem W-Lan ausgestattet werden. „In diversen Dörfern ist bereits eine Tauschhütte vorhanden“, berichtete Andreas Haus und schlug eine solche auch für Schwabstedt vor.

Die Badeinsel in der Treene wurde günstig gekauft, ist aber nicht sonderlich attraktiv. Nun soll geprüft werden, ob sie nachgerüstet werden kann, etwa mit Sprungtürmen. Dafür sind Spenden willkommen. „Die Homepage wird sehr gut angenommen“, unterstrich Eike Hansen, mit Dank an Webmaster Thomas Eickhoff, „wir haben mehr als 800  000 Aufrufe.“ Auch die Facebook-Seite werde sehr gut angenommen. Sie ist davon überzeugt, dass der Verkauf der Baugrundstücke durch die Internetpräsenz angekurbelt wurde. „Ich sehe auch mehr Touristen im Ort. Dies ist für mich der Beweis, dass Schwabstedt mit der Zeit gehen muss, um junge Menschen ansprechen zu können.“






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