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Vor der Landtagswahl : Wahlwerbung von null bis DIN A 0

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bis Ende dieser Woche sollen alle Husumer ihre Wahlbenachrichtigungen erhalten. In der Innenstadt sind Wahlplakate verboten.

von
erstellt am 12.Apr.2017 | 07:28 Uhr

Politisch interessierte Husumer dürften dieser Tage gespannt in ihren Briefkasten schauen: Sind die Wahlbenachrichtigungen schon da? Am 7. Mai wird in der Storm-Stadt nicht nur ein neuer Landtag, sondern auch der Husumer Bürgermeister gewählt. Zudem dürfen die Bürger in einem vom Kreis Nordfriesland initiierten Bürgerentscheid über die Zukunft des Klinikums Nordfriesland abstimmen.

Die dafür nötigen Wahlbescheinigungen aber haben noch nicht alle Husumer erhalten. Seit vergangenen Freitag sollen die Unterlagen durch die Post verteilt werden, weiß Robin Unger vom Ordnungsamt der Stadt. Er gehe davon aus, dass die Husumer noch in dieser Woche die nötigen Unterlagen in ihrem Briefkasten finden. Dann wird es auch Zeit: Die Stadt ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Wahlunterlagen bis Ende dieser Woche versandt sind.

Ein paar Husumer Bürger aber haben ihre Kreuzchen schon gemacht: Seit dem 27. kann per Briefwahl gewählt werden – und dafür müssen die Unterlagen noch gar nicht da sein, es reicht der Personalausweis. Bis gestern morgen um 10 Uhr hatten 121 Husumer für die Landtagswahl abgestimmt und 99 für die Bürgermeisterwahl. Über den Bürgerentscheid des Kreises haben 78 Husumer entschieden.

Wer durch die Husumer Innenstadt läuft, kann recht einfach vergessen, dass überhaupt gewählt wird: Plakate hängen in der City keine. Dass in zentraler Lage kein Wahlkampf stattfindet, hat in der Storm-Stadt Tradition, erklärt Karl-Friedrich Bumb vom Ordnungsamt. „Die Stadt hat irgendwann einmal einen Grundsatzbeschluss gefällt, dass in bestimmten Straßenzügen nicht plakatiert werden darf.“

Wie alt dieser Beschluss ist, daran erinnert er sich nicht. Es sei aber mindestens 25 Jahre her.

Fest steht: Die Parteien müssen bei ihren Plakatierungsaktionen die Gegend rund um den Marktplatz und um den Hafen außen vor lassen. Auch in Teilen der Norderstraße und der Neustadt gilt das Plakat-Verbot.

Ungewöhnlich ist das nicht: Auch in Schleswig und Flensburg darf in Teilen der Innenstadt keine Wahlwerbung aufgehangen werden.

Abgesehen von den verbotenen Bereichen dürfen die Parteien in Husum recht groß aufschlagen: Bis zu 70 Plakate in einer Größe bis zu DIN A  0 darf jede Partei in der Stadt verteilen.

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