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Nordfriesland/Dithmarschen-Nord : Wahltag: Wer löst das Ticket nach Berlin?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Acht Kandidaten bewerben sich um das Direktmandat im Bundestags-Wahlkreis Nordfriesland/Dithmarschen-Nord. Insgesamt zwölf Parteien buhlen um die Gunst der 186.000 Wahlberechtigten. Mehr als 2400 Wahlhelfer sind am Sonntag im Einsatz.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Behalten die Demoskopen Recht, dann ist der Ausgang der morgigen Bundestagswahl noch offen. Es wird also spannend. Nur im hohen Norden scheinen die Uhren etwas anders zu ticken. Im Wahlkreis 2, Nordfriesland/Dithmarschen-Nord, können mehr als 186.000 Wahlberechtigte über die neue Zusammensetzung des Bundestages mitentscheiden. Dabei dürfte das Direktmandat einer aktuellen Prognose zufolge erneut an die CDU fallen. Denn Nordfriesland/Dithmarschen-Nord gilt als einziger Wahlkreis in Schleswig-Holstein erneut als sichere Bank für die Christdemokraten. Die Wahlanalytiker von election.de berücksichtigen bei ihrer Voraussage aktuelle Umfragen, langfristige Trends und das voraussichtliche Stimmen-Splitting.

Mehr als eine Prognose ist das freilich nicht. Niemand kann exakt abschätzen, welche Stimmenverschiebungen sich auch unter dem Eindruck der Landtagswahl in Bayern letztlich ergeben. Einiges wird von der Wahlbeteiligung abhängen, die im September 2009 bei 72 Prozent lag. Und: Viele haben ihre Kreuze bereits gemacht. Der Anteil der Briefwähler ist im Vergleich zu früheren Urnengängen „extrem hoch“, wie Thorsten Thomsen – er ist beim Kreis Nordfriesland für die Kommunalaufsicht und Wahlen zuständig – feststellen konnte. Ansonsten sind die Vorbereitungen auf den Wahltag – ähnlich wie der Wahlkampf an der Westküste selbst – eher unspektakulär verlaufen. „Sehr, sehr ruhig“, findet Thorsten Thomsen.

In Nordfriesland/Dithmarschen-Nord bewerben sich acht Kandidaten um die Erststimmen der Wähler und damit um das Direktmandat für den Bundestag: Es sind der 50-jährige Sylter Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing (CDU), der den Wahlkreis 2 zum dritten Mal in Folge direkt holen möchte, und sein schärfster Herausforderer, der 29-jährige Husumer Matthias Ilgen (SPD). Die Vertreter der beiden großen Parteien werden das Rennen erfahrungsgemäß unter sich ausmachen. Bei der Wahl 2009 setzte sich Liebing mit 43,2 Prozent der Erststimmen und deutlichem Abstand durch.

Weitere Direktbewerber sind Ulrich Schmück (FDP), der Bundestagsabgeordnete Arfst Wagner (Grüne), Norbert Meixner (Linke), Oliver Sippel (Piraten), Jürgen Töpke (NPD) und Volker Wiethüchter (Alternative für Deutschland). Letzterer musste 200 Unterstützungs-Unterschriften vorlegen, um bei dieser Wahl antreten zu können. Einzelbewerber gibt es diesmal nicht.

Um die für die Sitzverteilung im neuen Bundestag entscheidende Zweitstimme bewerben sich zwölf Parteien mit einer Landesliste: CDU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke, Piraten, Rentner-Partei, NPD, Marxistisch-Leninistische Partei (MLPD), Alternative für Deutschland (AfD), Freie Wähler und Tierschutzpartei.

Rund 2400 Wahlhelfer stehen am Sonntag in den 279 Wahllokalen und 17 Briefwahlbezirken in Nordfriesland (131.000 Wahlberechtigte) und Norderdithmarschen (55.000) bereit. Alle Ergebnisse laufen – elektronisch oder telefonisch übermittelt – im Husumer Kreishaus zusammen. Dieses ist von 18 Uhr an geöffnet, so dass jeder, der es möchte, miterleben kann, wie die Einzelergebnisse einlaufen und sich nach und nach ein Trend herauskristallisiert.

Von unterwegs oder Zuhause aus ist dies im Internet unter www.nordfriesland.de zu verfolgen. Alle wichtigen Ergebnisse und Berichte zur Bundestagswahl 2013 sind unter www.shz.de zu finden.

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