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Husum Interessen im Fokus : Wählergemeinschaft kritisiert Pläne für einen Krankenhaus-Neubau

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In einer Pressemitteilung kritisiert die Wählergemeinschaft Husum (WGH) Überlegungen für den Neubau eines Krankenhauses im nördlichen Kreisgebiet. Nicht Breklum, sondern Husum sei der zentrale Ort, in dem sich alle Verkehrswege kreuzten.

Die Wählergemeinschaft Husum (WGH) ist strikt gegen alle Überlegungen, die Existenz des Husumer Krankenhaus durch einen Neubau im nördlichen Kreisgebiet infrage zu stellen. Bei den anstehenden Entscheidungen über die Zukunft des Klinikums NF am Mittwoch, 23. März, im Kreistag soll auch beschlossen werden, zu klären, ob ein zentraler Neubau in Breklum eine Option für die Zukunft sein könnte, heißt es in einer Pressemitteilung der WGH. Damit werde der Standort Husum gedanklich infrage gestellt. Allein das Wort „zentral“ sei ein Widerspruch in sich. Zentraler Ort in Nordfriesland sei und bleibe Husum. Hier kreuzten sich alle Verkehrswege.

In den vergangenen Jahren seien viele Millionen Euro in das Husumer Krankenhaus investiert worden. Alles umsonst?, fragt die WGH und fordert, alle Planungen und Überlegungen für einen Neubau einzustellen. Sollten sie dennoch weiter verfolgt werden, werde es in Husum und dem Umland eine Welle von Protesten – bis hin zu einem Bürgerentscheid – geben, so ihre Vorhersage. Die WGH mache Politik nur für Husum und sei aus ihrem Selbstverständnis heraus verpflichtet, alles zu tun, was der Husumer Bevölkerung (und dem Umland) diene. Statt über einen Neubau nachzudenken, sollte nach Wegen gesucht werden, wie das Defizit des Klinikums auch ohne diesen verringert werden könne (Kosten und Finanzierung für einen Neubau seien ein eigenes Thema). Oft werde über die Benachteiligung der kleineren Kliniken – zum Beispiel bei den Fallpauschalen – geklagt, fährt die WGH fort. Die Gesetze hierzu (Krankenhausreform) seien in Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. „Haben denn unsere Landesregierungen und unsere lokalen Abgeordneten in Kiel und Berlin nicht bemerkt, welche Nachteile für die Krankenhäuser in den ländlichen Räumen entstehen?“, fragt die WGH.

„Das Krankenhaus in Husum muss bleiben“, lautet ihre ultimative Forderung. „Wir als WGH-Fraktion haben nicht das Fachwissen, um die komplexe Finanzierung der Krankenhäuser bewerten oder Konzepte erstellen zu können. Auch sind nicht wir Eigentümer, sondern der Kreis. Aber wir sind verpflichtet, uns dafür einzusetzen, dass auch der ländliche Raum und mit ihm die Kreisstadt Husum alle erforderlichen Einrichtungen vorhält, die eine wohnortnahe medizinische Versorgung unserer Bevölkerung sicherzustellen vermag“, heißt es abschließend. Deshalb fordere die WGH die ersatzlose Streichung des Satzes „Neubaulösung im nördlichen Bereich“ und möchte das eingesparte Geld stattdessen für das Klinikum NF eingesetzt wissen.

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erstellt am 19.Mär.2016 | 21:00 Uhr

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