zur Navigation springen

TourismusGeschäft in nackten zahlen : Vorsichtige Kalkulation

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording legt den Wirtschaftsplan für 2014 vor. Es wird erwartet, dass die modernisierte Dünen-Therme erhebliche Mehreinnahmen bringt. Trotz der Bauarbeiten im vergangenen Jahr wurde sie von 170.000 Badegästen genutzt.

von
erstellt am 23.Jan.2014 | 17:00 Uhr

Mit einem tatsächlichen Defizit von knapp 350.000 Euro rechnet die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ) für 2014. In der jüngsten Sitzung des Tourismus-Ausschusses ging der Wirtschaftsplan in die erste Runde der Beratungen. Doch wie immer, hat die TZ vorsichtig kalkuliert und für die Berechnungen der Einnahmen „normales Sommerwetter befohlen“, wie Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier sagte. In den vergangenen Jahren wurde daher bei der Schlussabrechnung aus dem erwarteten Minus dann ein Plus, das teilweise bei 500.000 Euro lag. Sollte der Verlust am Ende tatsächlich entstehen, wird die Gemeinde ihn wie üblich übernehmen. Der Erfolgsplan für 2014 weist Erträge von 11,68 Millionen Euro aus und Aufwendungen von 12,98 Millionen Euro und damit einen Verlust von 1,3 Millionen Euro. Dieser wird durch die Gewinnvorträge aus den Jahren 2010, 2011 und 2012 sowie durch den Zuschuss der Gemeinde ausgeglichen.

Balsmeier ging die einzelnen Aufwendungen und Erträge durch. Bei den Ausgaben sind die Personalkosten der größte Posten mit 5,4 Millionen Euro (inklusive soziale Abgaben und Altersversorgung). Sie steigen im Vergleich zum Vorjahresplan um rund 60.000 Euro. „Wir werden uns bemühen, den Stellenplatzrahmen nicht auszuschöpfen“, sagte Balsmeier. Für die Beseitigung der Sturmschäden – „eine Herkulesaufgabe“ – werde allerdings Zusatzpersonal benötigt. Die Energiekosten werden voraussichtlich um 8000 Euro auf 798.500 Euro steigen wegen der neuen Dünen-Therme mit ihrem größeren Angebot. Ähnliches gilt für die Reinigungskosten. Für die Anschubwerbung für das Freizeitbad mit seinen neuen Attraktionen wurden 40 000 Euro zusätzlich eingeplant. Die Rubrik Leistungen für Kurabgabe schlägt mit 70.000 Euro mehr zu Buche. Den größten Anteil daran hat der für Kurkarteninhaber kostenlose Ortsbus, da der Zuschuss vom Kreis von 65 000 Euro wegfallen. Die Gemeindevertretung hatte aber beschlossen, das kostenfreie Angebot zu erhalten.

Bei den Erlösen erwartet die TZ Mehreinnahmen von 60 000 Euro durch die neue Dünen-Therme, von 58.000 Euro durch die Sauna, von 80.000 Euro durch Parkentgelte, da der Parkplatz vor dem Erlebnisbad wieder voll zur Verfügung steht und die Parkpalette erweitert wird, sowie von 50.000 Euro durch Vermietungen und Verpachtungen. Dem stehen voraussichtliche Mindereinnahmen von rund 50.000 Euro bei der Zimmervermittlung, von knapp 80.000 Euro bei den Kurmittelleistungen sowie kleinere Beträge bei verschiedenen Positionen gegenüber.

Bei der Diskussion bat Wolfgang Voutta (CDU) künftig um mehr Transparenz und mehr Details bei den einzelnen Posten. Der Wirtschaftsplan sei im Vergleich zum Gemeindehaushalt doch ein sehr schlankes Papier. Auf die Frage von Jan Duggen (CDU) nach einer stärkeren Kostendeckung, erklärte Balsmeier, dass solche Preise für die Dünen-Therme am Markt nicht durchsetzbar seien. „Im Grunde muss sich St. Peter-Ording eine Tourismus-Zentrale mit einem Verlust von 500.000 bis 600.000 Euro leisten können“, sagte der Tourismus-Direktor. Zur Zimmervermittlung erklärte Duggen, dass dort die Gebühren angehoben werden könnten, da sie deutlich unter Marktpreis liegen.

Die Dünen-Therme soll Ende Juni komplett fertiggestellt sein. Das derzeit im Umbau befindliche Wellenbad soll rechtzeitig zu den Osterferien wieder genutzt werden können, erklärte Leiter Georg Römer. 170.000 Gäste seien 2013 im Freitzeitbad mit Sauna gezählt worden.

Für den verkaufsoffenen Sonntag, 9. März, plant die TZ mit der Interessengemeinschaft Dorf, der DeHoGa und der Wirtschaftsförderungsgemeinschaft ein attraktives Programm zur Saisoneröffnung, wie Balsmeier in seinem obligatorischen Bericht sagte. Ferner habe ihm die Telekom mitgeteilt, dass sie ihre neue Mobilfunk-Sendeanlage in Ording Ende Januar in Betrieb nehmen will, Vodafone habe das gleiche für Juli angekündigt.

Die neue Marketingleiterin Konstanze Jensen stellte dann den modernisierten Webauftritt der TZ vor (wir berichteten). 2013 seien insgesamt 2,32 Millionen Besucher unter www.st-peter-ording.de registriert worden. Die erneuerte Seite habe bereits deutlich mehr angelockt, es wurden 7800 pro Tag gezählt. Am beliebtesten sind die Live-Cams in Ording und an der Erlebnis-Promenade, wie Balsmeier ergänzte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen