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124 Krabben in fünf Minuten : Vorjahressieger verteidigt seinen Titel

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei toller Stimmung erlebten viele Besucher, wie Stephan Erdt erneut die Tönninger Stadtmeisterschaft im Krabbenpulen gewann. Der Abstand zu seinen beiden Verfolgerinnen war deutlich.

Topstimmung im Packhaus: Viele Besucher waren gekommen, um die Stadtmeisterschaft im Krabbenpulen mitzuerleben. Während im Hafen der Wechsel von der Flut zur Ebbe gerade bei der Halbzeit angelangt war, kochte die Stimmung im Saal auf. Im Anschluss an die humorvolle Begrüßung durch Bärbel Berg, die im dritten Jahr in Folge als Moderatorin auf der Bühne stand, sorgten die Tönninger „Eiderenten“ für mitreißende Darbietungen. Unter Leitung von Hans Wolff präsentierten sich die „Eenuntwinnig Mannslüüd un een Fruu“ stimmgewaltig. Begleitet wurde der Gesang durch Akkordeon.

Zum Bedauern etlicher einheimischer Teilnehmer waren allerdings weder Bürgermeister Frank Haß, noch sein Stellvertreter oder Kurdirektor Jürgen Kress bei der Veranstaltung zugegen. Dafür hatte sich Pokalstifter Horst-Dieter Duus auch diesmal bei der Gestaltung des hölzernen Erinnerungspokals wieder alle Mühe gegeben. Klar auch: mit Stephan Erdt war der Vorjahressieger der Stadtmeisterschaft im Krabbenpulen wieder mit von der Partie. Das zwölfköpfige Helferteam kippte reichlich frische Krabben zum Einüben auf die Tische.

Urlauber und Nordfriesen kamen beim Pulen so ins Gespräch. Einen ganz besonderen Kontrakt hatte es dabei zwischen dem alteingesessenen Eiderstedter Manfred Wolfgramm und seiner Freundin Eleonore Behrendsen gegeben – beide hatten sich damals genau hier kennengelernt. Zur großen Freude von Manfred Wolfgramm durfte er diesmal an der Endrunde teilnehmen, schaffte innerhalb von fünf Minuten 73 Krabben und sicherte sich neben einem siebten Platz auch gleich noch zwei Gutscheine. In der Proberunde hatte er es auf 40 Stück gebracht. An weitgereisten Gästen mangelte es im Übrigen nicht: Brit Freitag war mit Tochter Mette (7) aus dem 1000 Kilometer entfernten Lörrach vor Ort. Die beiden 31-jährigen Kitesurfer Oliver Aumüller und Sebastian Illini aus Nürnberg, die ihren Urlaub in St. Peter verbringen, fanden ebenfalls Gefallen an diesem außergewöhnlichen Event. Kräftig „beim Pulen dabei“ waren Daniela und Steffen Astheimer aus Wiesbaden, doch die flinkeren Finger hatten dabei sicherlich ihre Kinder Elli (6) und Tim (8). Neuland für die Familie? „Nein, nein“, verrät Ehefrau Daniela lächelnd: „Wir waren doch schon ein paarmal dabei.“

Im Gegensatz zur nur langsam einsetzenden Ebbe preschte die Stimmung im Packhaus rasant gen Höhepunkt vor. Nach einstündiger Einstimmung nahm das zehnköpfige Puler-Team an zwei Tischen im Frontbereich Platz. Unter Blitzlichtgewitter kamen flinke Finger zum Einsatz, die fünf Minuten wurden rückwärts abgezählt.

Am Ende trat jeder Teilnehmer umjubelt auf die Bühne und wurde mit Gutscheinen belohnt. Vorjahressieger Stephan Erdt verteidigte seinen Titel. Hatte es Erdt im Vorjahr noch auf 154 gepulte Krabben gebracht, so langten in diesem Jahr 124. Dennoch: den großen Wanderpokal darf er ein weiteres Jahr behalten. Den hölzernen Erinnerungspokal auf Dauer.

Gleichzeitig war der Abstand zu seinen Verfolgerinnen Hildegard mit 102 und Sonja mit 101 Krabben dennoch recht deutlich.

Moderatorin Bärbel Berg entschied sich bei diesem a Event übrigens dafür, das begeistert mitgehende Publikum ausschließlich beim Vornamen zu nennen. Das kam an – dafür gab es noch einen Sonderapplaus. Klar doch, das schafft gleich eine lockere Atmosphäre. Denn darum geht es letztlich – um ein fröhliches Miteinander, bei dem am Ende jeder gern dabei war und später sogar begeistert davon berichtet.

Am Ende hoffen natürlich alle das, was Eiderenten-Chef Hans Wolff begeistert ins Mikrofon spricht:„Wir wünschen uns auch 2015 wieder eine Krabbenpul-Stadtmeisterschaft.“ Gut so. Der große Erfolg gibt dem zwölfköpfigen Veranstalterteam um Bärbel Berg Recht. Solch ein Event kommt bei vielen Besuchern an.

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erstellt am 31.Okt.2014 | 13:00 Uhr

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