Umweltfreundlich : Vorbildliche Jugendherberge

Die Jugendherberge Friedrichstadt setzt neben Familien-Freundlichkeit auf Nachhaltigkeit.
Die Jugendherberge Friedrichstadt setzt neben Familien-Freundlichkeit auf Nachhaltigkeit.

Die Jugendherberge in Friedrichstadt wird für umweltfreundliches Wirtschaften ausgezeichnet.

shz.de von
12. September 2018, 16:27 Uhr

Die Jugendherberge Friedrichstadt nimmt eine Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit ein. Das konnte nun in einer ausführlichen, internen Prüfung nachgewiesen werden. Für ihr umweltfreundliches Wirtschaften bekommt die Herberge am Montag (17.) , 11.30 Uhr, die Urkunde ihres – erfreulich kleinen – CO2-Fußabdrucks überreicht. Bürgermeisterin Christiane Möller-von Lübcke wird an diesem Tag ebenfalls dabei sein und sich bei der Gelegenheit erstmals das Haus persönlich anschauen.

Die Jugendherbergen des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) setzen sich schon seit Längerem für Nachhaltigkeit ein. Dazu gehören auch eine effiziente Energienutzung und die Schonung der Ressourcen. Um messen zu können, wie umweltfreundlich die Einrichtungen agieren, lässt der DJH-Landesverband Nordmark schrittweise den jeweiligen CO2-Fußabdruck der 45 Jugendherbergen im Norden ermitteln. Ziel ist es, in allen Häusern unter 20 Kilogramm CO2 pro Übernachtung zu bleiben. Mit 14,31 Kilogramm liegt die Jugendherberge Friedrichstadt deutlich unter diesem Wert.

„Ein sehr gutes Ergebnis“, freut sich Angela Braasch-Eggert, Vorsitzende des Landesverbands, die am kommenden Montag in die Holländerstadt kommt, um Herbergsleiter Marco Adameck die Urkunde zu überreichen.

„Die Urkunde ist für uns eine große Belohnung für unsere Anstrengungen und zugleich ein enormer Ansporn, den Wert noch weiter zu senken“, so Adameck.

Nachhaltigkeit scheint auch bei den Gästen gut anzukommen. Bereits in diesem Jahr betonten immer mehr junge Familien, die ihren zehn- bis 14-tägigen Sommerurlaub gemeinsam in der Herberge verbrachten, dass sie selbst bewusst mit dem Zug angereist seien. „Viele Menschen möchten mit gutem Gewissen ihren Urlaub verbringen können“, erklärt sich Adameck die Trendwende.

Im Kennenlerngespräch mit Möller-von Lübcke soll es auch um die allgemeine Entwicklung der Jugendherberge und ihren Beitrag zum Tourismus in Friedrichstadt gehen. Während das Haus in früheren Jahren rund 7000 Übernachtungen verbuchte, waren es im vergangenen Jahr schon fast 10 000 Übernachtungen. Hauptzielgruppe sind nach wie vor Schulklassen. Doch auch immer mehr Familien und Ferienfreizeiten entdecken die Herberge in Klein-Amsterdam für sich.

Weitere Auslastungs-Steigerungen sollen zukünftig an den Wochenenden erzielt werden. Hier werden nach und nach Angebote für Familien und Einzelgäste erarbeitet.

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