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Aus den Gemeinden : Vorbereitung auf das Berufsleben

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jannik Kobert leistet sein Freiwilliges Soziales Jahr beim SV Blau-Weiß Löwenstedt. Er unterstützt auch die Grund- und Gemeinschaftsschule.

Im Sommer hat Jannik Kobert aus Olderup an der Theodor-Storm-Schule in Husum sein Abitur gemacht und beschlossen, danach ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu machen, um herauszufinden, was er künftig machen möchte. Da der 18-Jährige sportbegeistert ist, kam es ihm sehr gelegen, dass der SV Blau-Weiß Löwenstedt gerade eine FSJ-Stelle ausgeschrieben hatte. Zu seiner Freude beinhaltete diese Ausschreibung nicht nur Trainer-Aufgaben innerhalb des Vereins, sondern auch die Unterstützung des Sportunterrichts in der Grund- und Gemeinschaftsschule in Viöl sowie die Beaufsichtigung der „Bewegten Pause“. „Das gibt mir Gelegenheit, den Alltag eines Lehrers kennen zu lernen. Wer weiß, vielleicht verschlägt es mich aufgrund des Aufgabenfeldes und meiner Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anschließend ins Lehramt?“, so Janniks erstes Resümee nach knapp drei Monaten.

In den beiden großen Pausen können die Schüler zu ihm in die Halle oder auf den Sportplatz kommen, um Fußball oder andere Ballsportarten zu spielen. „Der Andrang ist sehr groß und ein Zeichen dafür, dass die Pause mit aktivem Sport ein guter Ausgleich zum Schulunterricht ist. Das macht den Kindern und mir riesigen Spaß“, so der FSJ-ler, der beim Landessportverband angestellt und von dort aus dem SV BW Löwenstedt zugeteilt wurde.

Am meisten profitieren wird von seinem Einsatz die SG LGV Obere Arlau. Jannik Kobert, der selbst in der A-Jugend spielt, trainiert an vier Tagen nachmittags in der SG die E-Jugend III und die D-Jugend II. „Zusätzlich unterstütze ich in Löwenstedt den Vereinsvorstand bei der Pflege der SV-Homepage, bei Veranstaltungen und bei der Vorbereitung der Sportplätze für den Spielbetrieb am Wochenende. So lerne ich Vereinsarbeit kennen und kann Erfahrungen sammeln, die mir im späteren Berufsleben sicher zu Gute kommen werden“, so Jannik Kobert. Als großen Pluspunkt empfindet er auch die Möglichkeit, über den Sportverein eine DFB-Trainer-B-Lizenzausbildung zu machen. „Das ist absolut keine Verständlichkeit, und dafür bin ich sehr dankbar“, so der 18-Jährige, der die Entscheidung, sein Freiwilliges Soziales Jahr beim SV Blau-Weiß Löwenstedt zu machen, noch keine Sekunde bereut hat.

Auch der Vorsitzende des Sportvereins ist sehr zufrieden mit der Situation, obwohl die 2016 geschaffene FSJ-Stelle, die mit Jannik nun schon zum zweiten Mal adäquat besetzt werden konnte, für den Verein mit hohen Kosten verbunden ist. „Möglich ist das Ganze nur durch die Förderung im Rahmen des 4-Dörfer-Projektes, an dem neben Löwenstedt auch die Gemeinden Haselund, Sollwitt und Norstedt finanziell beteiligt sind“, so Sven Jensen, der diese Stelle gerne dauerhaft anbieten würde. Zum einen, um die Trainer-Situation im Verein zu verbessern, aber auch, weil durch die Kooperation im Rahmen der „Bewegten Pause“ ein enger Kontakt zur Schule entsteht: „So können noch mehr Kinder als bisher erreicht und für den Fußballsport begeistert werden.“

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