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Besonderer Gottesdienst in Drelsdorf : Vor dem Frühstück in die Kirche

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Angebot für Frühaufsteher: Pastorin Maren Schröder lädt am Ostersonntag zum 6-Uhr-Gottesdienst ein – und zieht damit einen Vergleich zum christlichen Thema Ostern, der Auferstehung Jesu Christi.

Zu einem umgangssprachlich eher unchristlichen Termin – inklusive Umstellung der Uhr durch den Beginn der Sommerzeit – findet am Ostersonntag, 27. März, um 6 Uhr morgens ein Gottesdienst in der St.-Marien- und St.-Johannis-Kirche Drelsdorf statt. Einige nutzen das lange Osterwochenende, um auszuschlafen, andere machen sich früh auf den Weg, um daran teilzunehmen.

Der Wecker von Pastorin Maren Schröder klingelt um viertel nach vier in der Früh und sie freut sich darauf. „Es ist ein ganz besonderer Gottesdienst, für mich einer der schönsten im Jahr.“ Schon der Weg zur Kirche hat für sie etwas sehr Entspanntes: „Es ist absolut ruhig, die Vögel fangen an zu zwitschern und die Sonne geht langsam auf. Das hat schon etwas von Auferstehung“, zieht sie einen Vergleich zum eigentlichen Thema Ostern, das im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi widerspiegelt.

Zum elften Mal wird sie die absolut dunkle Kirche betreten, die auch im Gottesdienst weitestgehend dunkel bleibt. Am Eingang erhalten die Besucher eine Kerze, die erst angezündet wird, wenn das Osterlicht mitsamt Gesang und Musik in die Kirche getragen wird. „Es ist ein sehr stiller Gottesdienst, der sich langsam aufbaut“, so die Pastorin, die sich auf viele Besucher freut. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im Gemeindehaus an einem gemeinsamen Frühstück teilzunehmen.

Warum der frühe Beginn? Das Evangelium nach Markus, Kapitel 16, bietet die Antwort: „Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf das sie kämen und salbten ihn. Und sie kamen zum Grabe am ersten Tag der Woche sehr früh, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: ,Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?’ Und sie sahen dahin und wurden gewahr, dass der Stein abgewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Kleid an; und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: „Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist nicht dort. Siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten! Gehet aber hin und sagt es seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa, da werdet ihr ihn sehen, wie er gesagt hat.“

Diese Zeremonie hat sich in Drelsdorf etabliert. Gern besuchen laut Maren Schröder Frauen noch vor dem Familienfest die Kirche, um sich zu stärken.

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