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Spiel und Spass in Tönning : Von Tonnenlegern und Peilmatrosen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Informationen und Aktionen rund um das Thema Schifffahrt gab es beim Mitmach-Fest am Tönninger Hafen. Vereine und Einrichtungen in der Stadt hatten es organisiert und präsentierten ihre Arbeit.

„Spiel und Spaß am Tönninger Hafen“ – so lautete das Motto des sommerlichen Mitmach-Festes. Dazu hatten Tönninger Vereine und Institutionen, federführend die Ehrenamtler des Tönninger Yachtclubs (TYC), eingeladen. Sogar Petrus hatte ein Einsehen, nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr dem Regen zum Opfer gefallen war. Er ließ den nassen Segen der vergangenen Tage pünktlich zum Startschuss am Mittag versiegen, und es zeigte sich sogar die Sonne. Erst gegen Ende hieß es „Regenschirme auf“. Die Sonnenstrahlen lockten viele Einheimische und Urlauber an die historische Hafenseite am Packhaus. Sie wollten sich das kunterbunte Treiben für Jung und Alt und die Informationsangebote nicht entgehen lassen.

Die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) mit ihrer Leiterin Christina Ruddeck hatten Kinderspiele aufgebaut. Da ging es vor allem darum, die Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Perlenfangen, Steuern oder Tonnenbergen erforderten Geduld und eine ruhige Hand. Schließlich wollten doch alle, wie die sechsjährige Mia aus Husum, die praktische Prüfung für den „amtlich anerkannten Peilmatrosen“ bestehen. Der Mitarbeiterstab inklusive des Bauhofes stand Interessierten Rede und Antwort zu den Aufgaben. Die Auszubildenden erklärten alles über ihren Beruf. Im Hafen hatte das Seenotrettungsboot „Paul Neisse“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) festgemacht. Die am Eidersperrwerk stationierte Mannschaft lud die Besucher ein, an Bord zu kommen und alles zu inspizieren. Außerdem wurde eine kleine Rundfahrt auf der Eider angeboten. Die Akteure vom Schiffsmodellclub Husum brachten in einem Wasserbecken die kleinen Nachbauten der großen Pötte so richtig zur Geltung. Für den 13-jährigen Lars aus Hamburg war es ein Muss unter fachkundiger Anleitung einmal einen Fischkutter und ein Segelboot fernzusteuern. „Faszinierend, wie detailgetreu die Schiffe gebaut worden sind“, meinte Vater Friedrich Lüdders. Technikbegeisterte kamen bei den Fahrzeugschauen von Bauhof, Freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) auf ihre Kosten. Das THW betrieb die beliebte Fähre über den Hafens. Es wurde mit Hilfe von Seil und Muskelkraft übergesetzt. Die Freiwilligen der Deutschen- Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) boten Hafenrundfahrten im Rettungsboot an.

„Ich bin sehr zufrieden. Die Vereine haben sich gut präsentiert, und viele Tönninger kamen einmal wieder ins Gespräch. Hier gibt es keinen Kommerz“, resümierte Jürgen Wischnewski, Vorsitzender des TYC, zugleich Initiator und seit mehr als zehn Jahren Koordinator. „Klein aber fein ist das Fest. Wir informieren uns, während unsere Kinder sich vergnügen“, brachte es Martin Strobel aus Hannover auf dem Punkt.

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