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Husumer Nachrichten

16. August 2017 | 21:53 Uhr

Von Stelzkühen und Wattenspinnen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Surrealistische Bilder von Jens Rusch sind noch bis zum 27. Oktober im Haus Peters zu sehen

Seltsame Wesen blicken dem Betrachter von den Bildern entgegen, unter anderem eine sehr langbeinige Kuh. Der bekannte Maler Jens Rusch aus Brunsbüttel stellt derzeit surrealistische Werke im Haus Peters in Tetenbüll aus. „Stelzkühe, Wattenspinner und Vogelmenschen“ ist der Titel der Ausstellung. Es sind mehrfarbige Radierungen, Ölgemälde und Zeichnungen zu sehen. Einige Motive tauchen zudem noch einmal als Skulpturen auf, zum Beispiel die „Buchbinderei“ (mehrere Bücher mit Bindfaden zusammengebunden).

Sanfte Trommelklänge und zirpende Töne vom Daumenklavier erklangen im Garten des historischen Dorfladens zur Ausstellungseröffnung. Die Laudatio wurde auf Wunsch des Künstlers einmal ganz anders gestaltet. So wollte der Vortragende Joachim Rotermund, der auch „Nordseephilosoph“ genannt wird, „keinesfalls weitläufige Ausschweifungen über Leben und Werk“ von Jens Rusch von sich geben, sondern beschränkte sich auf kurze, aber dafür sinnreiche Aussagen. Diese wurden durch das großartige Trommelspiel von Olaf Plotz untermalt, der neben bekannten Instrumenten wie einer Steeldrum auch aus den ehemaligen Überdruck-Gefäßen einer Heizungsanlage tolle Klänge zu entlocken wusste.

Rotermund bescheinigte dem Maler die Beschäftigung mit dem Unscheinbaren. Rusch sei einer, der die „Welt in sich aufsaugt und auf eigene Art interpretiert und wiedergibt. So gelange der Künstler zur „Weisheit als Essenz eines unvermiedenen Lebens“, und eigentlich könne eine Laudatio nur aus einem einzigen Satz bestehen: „Seht euch die Werke selbst an.“

Henning Möller, Ex-Bürgermeister Tetenbülls, hielt wieder für die Gemeinde eine Ansprache, – sein Nachfolger hatte ihn darum gebeten. Der werde auch in Zukunft, so erklärte Möller, aus Zeitgründen keine Eröffnungen bestreiten, sondern dieses Privileg an den Vorstand des Fördervereins abtreten. Möller wies darauf hin, dass inzwischen wohl um die 250 000 Besucher seit Eröffnung des Haus Peters vor mehr als 20 Jahren in den ehemaligen Kolonialwaren-Laden gekommen seien und sich durch diese Ausstellung der Bekanntheitsgrad der Einrichtung noch steigern werde. Der obligatorische Blumenstrauß, der immer anlässlich einer Vernissage vergeben wird, ging diesmal an Maren Dinklage, die bereits seit zehn Jahren ehrenamtlich im Haus Peters tätig ist. Dazu erhielt sie noch eine Radierung von Jens Rusch.

Die Ausstellung wird noch bis zum
27. Oktober im Haus Peters, Tetenbüll, Dörpstraat 16, gezeigt. Bis Ende September ist das Haus Peters von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, ab Oktober dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.hauspeters.info oder Telefon 04862/681.

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