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Internationaler Museumstag : Von Schachteln, Schiffen und Schriftstellern

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum Internationalen Museumstag öffnen zahlreiche Museen meist umsonst ihre Pforten und zeigen die verschiedensten Sammlungen – in Husum und auf Eiderstedt. „Sammeln verbindet“ lautet das diesjährige Motto des Tages.

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erstellt am 17.Mai.2014 | 11:00 Uhr

„Sammeln verbindet“ lautet das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages am Sonntag, 18. Mai, an dem auch viele Museen in Husum teilnehmen. Dass es nicht nur passionierte Sammler vereint, sondern auch Bindeglied zwischen Generationen sein kann, zeigt die aktuelle Ausstellung im Weihnachtshaus: „Verborgene Schätze in alten Schachteln“. Von der Brautgabe bis zum Kinderspielzeug sind hier nicht nur besonders schöne Schachteln oder Firmenverpackungen aus Span, Pappe oder Holz zu entdecken, sondern auch ihr Innenleben, viele kleine Schätze und unverhoffte Entdeckungen. Bei freiem Eintritt lädt das Haus im Westerende 46 von 11 bis 17 Uhr zum Besuch der Ausstellung ein.

Das Schiffahrtsmuseum Nordfriesland zeigt von 10 bis 17 Uhr seine Sonderausstellung „Die Handels- und Kriegsmarine im 20. Jahrhundert“, die am Museumstag von Uwe Seier erläutert wird. Auch hier ist der Eintritt frei. Ab 14 Uhr gibt der in Husum aufgewachsene Prof. Dr. Rainer Winkler, ehemaliger chirurgischer Chefarzt im Martin-Luther-Krankenhaus in Schleswig, Auskünfte über seine Modelle im Maßstab 1:1000, die unter dem Titel „Schiffe: Eintwicklung – Umfeld – Stimmungen“ als Extra-Schau imRahmen der Sonderausstellung zu sehen sind. Bereits ab 10 Uhr können Kinder unter Anleitung des ehrenamtlichen Mitarbeiters der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Klaus Wachsmuth mit Fernlenkmodellen das Vormanns-Patent erwerben oder mit anderen Mitarbeitern der DGzRS Kartonmodelle bauen. Weitere Ehrenamtler geben in den Ausstellungsräumen Auskünfte über die Exponate. Und bei einer Rate-Rallye durch das Museum am Zingel 15 können die Besucher maritime Preise gewinnen.

Natürlich bieten auch die Häuser des Museumsverbundes Nordfriesland von 11 bis 17 Uhr ein umfangreiches Programm bei freiem Eintritt an. Im Nordsee-Museum/ Nissenhaus in der Herzog-Adolf-Straße 25 gibt es von 11.30 bis 13.30 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Schattentiere und Sonnengucker – Kinderbuchillustration aus Schleswig-Holstein“. Anschließend bieten die Illustratoren Eva Muggenthaler, Jens Rassmus und Einar Turkowski von 13.30 bis 14 Uhr eine Signierstunde an. Von 15 bis 15.30 Uhr gibt es unter dem Titel „Der karierte Käfer und andere Geschichten“ eine Autorenlesung mit Bildern und Texten von Jens Rassmus und von 16 bis 16.30 Uhr unter dem Motto „Wie kommt der Hund aufs Papier?“ eine Illustrationswerkstatt mit Eva Muggenthaler. Das Schloss vor Husum lädt von 11 bis 17 Uhr zur Schlossrallye ein, bei der Kinder die ehemaligen Herrschaftsräume auf eigene Faust erkunden können. Das Ostenfelder Bauernhaus muss aufgrund von Bauarbeiten geschlossen bleiben.

Im Poppenspäler-Museum im Schloss findet ab 11.30 Uhr unter dem Titel „Spaziergang durch die Welt der Puppen“ eine heitere Museumsführung zum Thema Storm und dessen Novelle statt, bei der die Besucher selbst in die Rolle des Kaspers und seiner liebenswerten Freunde schlüpfen oder eine Marionette bewegen können. Die zweite Museumsführung ab 14.30 Uhr steht unter dem Motto „Märchenzauber“. Eine Märchenstunde mit Elfenzauber und ein wenig Drachenweisheit gibt es ab 13 Uhr, und um 16 Uhr wird die Novelle „Pole Poppenspäler“ gelesen. Theodor Storm war 1874 gerade zum Oberamtsrichter ernannt worden, als er mit dieser Novelle dem Hanswurst und dem fahrenden Volk ein unvergessliches Denkmal setzte.

Das Storm-Haus in der Wasserreihe 31 hat ab 11 Uhr geöffnet. Besucher können das Haus zum reduzierten Eintrittspreis besichtigen. Kinder, Schüler und Studenten haben freien Eintritt.

Auch auf Eiderstedt gibt es Ausstellungen zu bewundern. Das Museum der Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording, Olsdorfer Straße 6, hat von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet und zeigt seine Sammlungen bei Musik, Kaffee und Kuchen. Und das Haus Peters in Tetenbüll präsentiert an diesem Tag ab 15 Uhr exklusiv die schönsten, kostbarsten und originellsten Exponate aus der privaten Zündholzschachtelsammlung des Husumers Uwe Saß. Der 56-Jährige steht sozusagen im wahrsten Sinn des Wortes auf „alte Schachteln“. Diesem Hobby geht er schon seit 1980 nach. Seitdem hat er mehrere Hundert Streichholzschachteln, Briefchen und Etiketten zusammengetragen. Darunter auch viele historische Schachteln, wie die „Priester-Hölzer“ von 1909, aber auch internationale und sogar regionale Raritäten. Ein Stück Nostalgie, das sich hervorragend in die Atmosphäre des historischen Kaufmannsladen des Haus Peters einfügt, gehörten Zündhölzer doch einst zum klassischen Warenangebot. Uwe Saß wird anwesend sein und Anekdoten rund um seine Sammelleidenschaft erzählen. Die Ausstellung wird musikalisch begleitet von der Percussion-Gruppe „Trommeltomtom“ aus Langenhorn. Das Haus Peters hat von 14 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

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