Haus Peters In Tetenbüll : Von Landidylle bis digitaler Malerei

Bilder der Hamburger Künstlerin Tanja Gott sind ab Mai im Haus Peters zu sehen.
Foto:
Bilder der Hamburger Künstlerin Tanja Gott sind ab Mai im Haus Peters zu sehen.

Haus Peters in Tetenbüll präsentiert in seinem Jahresprogramm Werke von vier norddeutschen Künstlern. Parallel dazu wird Fotokunst gezeigt.

von
19. Januar 2018, 15:00 Uhr

Kunst, Literatur und Kulinarisches – das steht auch in diesem Jahr im Haus Peters in Tetenbüll auf dem Programm. Neu sind die Kabinett-Ausstellungen mit Fotografien, die parallel zu den großen Werkschauen gezeigt werden.

Los geht es mit dem Tetenbüller Futjes-Essen am Biiketag, 21. Februar. Gemeinsam mit Kröger Dietmar Claußen vom Kirchspielkrug Tetenbüll veranstaltet das Team von Haus Peters einen unterhaltsamen Nachmittag, um die Wartezeit bis zum Biikebrennen zu verkürzen. Ab 13 Uhr gibt es frisch gebackene Futjes im Haus Peters, bei großem Andrang im Kirchspielkrug.

In der ersten Ausstellung des Jahres, die am 3. März um 15 Uhr eröffnet wird, geht es um koloniale Erinnerungsorte. Außerdem werden Stillleben von Jens Rusch gezeigt. Die deutsche und dänische Kolonialzeit hat auch in den Provinzen wie Eiderstedt Spuren hinterlassen. Die Wanderausstellung vermittelt einen Überblick und stellt ausgewählte Ort, so auch das Haus Peters – einst selbst ein Kolonialwarenladen – vor. Sie wird ergänzt durch Exponate aus der eigenen Haus-Peters-Sammlung.

Ganz in der Gegenwart spielt dagegen der neue Hallig-Krimi von Autor Günter Wendt. Er liest daraus am 7. April ab 15 Uhr. Eigentlich sollte es ein ruhiger, erholsamer Urlaub auf der Hallig Grienoog im nordfriesischen Wattenmeer werden. So dachte es sich jedenfalls Kommissar Kollerup aus Husum. Doch die beschauliche Idylle wird recht bald gestört – zuerst von einem landesuntypischen Hurrikan und dann von einem toten Wattführer. Zusammen mit Onne, dem kauzigen Bewohner der Hallig, übernimmt Kollerup notgedrungen die Ermittlungen.

„Liebste Orte“ ist der Titel der zweiten Ausstellung 2018 mit Werken der Malerin Tanja Gott. Sie wird am 13. Mai, dem Internationalen Museumstag, um 15 Uhr eröffnet – mit einem Künstlergespräch. Die 48-Jährige ist Malerin und Illustratorin, sie hat bei Erhard Göttlicher studiert und betreibt selbst eine Malschule in Hamburg. Außerdem ist sie als freischaffende Malerin in Hamburg tätig. Im Haus Peters zeigt sie maritime Landschaftsbilder und Stillleben.

Parallel werden in einer Kabinettausstellung Fotografien von Heiko Westphalen unter dem Titel „Zwischen Himmel und Erde“ präsentiert. Westphalen befasst sich weniger mit der bloßen Abbildung der „Alltagswelt“, sondern interpretiert und verfremdet, auch mit den Mitteln ausgefeilter Bildbearbeitung.

Am 23. und 24. Juni findet das beliebte Rosen- und Schafwochenende mit Kunsthandwerk, Musik, dem Verkauf von Ablegern der historischen Rosen aus dem Haus-Peters-Bauerngarten sowie Wissenswertes, Schönes und Köstliches rund um Rosen statt. Wie immer sind auch die Lammkönigin und der Landfrauenverein Evershop dabei. Ein buntes Sommerwochenende mit Kunsthandwerk und Musik erwartet die Besucher am 5. und 6. August.

Am 18. August wird die Ausstellung „Windige Geschichten“ mit Werken von Hartmut R. Berlinicke eröffnet. Dieser arbeitet vorzugsweise im Bereich Druckgrafik und in der Technik der mehrfarbigen Aquatinta-Radierung, die es erlaubt, einen Farbton in verschiedenen Abstufungen flächig wiederzugeben. Der Künstler lebt seit vielen Jahren in Wildeshausen (Niedersachsen), wo er auch sein Atelier und seine Galerie betreibt. Am 9. September, am Tag des offenen Denkmals, führt Berlinicke durch die Ausstellung und gibt Einblicke ins Atelierleben.

Parallel werden in einer Kabinett-Schau Fotografien von Torsten Richter unter dem Titel „Neuland/Hinterland“ gezeigt. Thematisch steht das Leben vor und hinterm Deich im Vordergrund, unter Vermeidung von Postkarten-Idylle und unter Zuhilfenahme diverser grafischer und fototechnischer Mischtechniken.

An der Reihe „Erzähl’ mir was auf Eiderstedt“ beteiligt sich Haus Peters am 2. Oktober. Eiderstedter erzählen Geschichten rund um den Kolonialwarenladen Haus Peters und die Historie des Handels auf Eiderstedt.

In der letzten Ausstellung des Jahres ab 10. November zeigt der Künstler Augustin M. Noffke aus Ratzeburg Bilder unter dem Titel „(Zwischen) Himmel und Erde“. Gleichzeitig werden Fotografien von Bernt Hoffmann unter dem Titel „Digitale Malerei“ präsentiert. Das ist eine Kunstform, die der Flensburger mit unendlich vielen Experimenten seit 2007 entwickelt hat.


zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen