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Egg-Race an der Hermann-Tast-Schule : Von Knetgummi und fliegenden Eiern

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die kleinen Tüftler sorgten wieder für große Überraschungen beim jährlichen Konstruktions-Wettbewerb am Husumer Gymnasium. Am Ende setzte sich der zehnjährige Kjell Vagt durch.

Man nehme: weiche Knete, eine Mausefalle und eine Kunststoffpistole. Und befördere damit ein leeres Überraschungs-Ei ans Ziel. Was sich die Teilnehmer des jüngsten Technik-Wettbewerbs Egg-Race an der  Hermann-Tast-Schule einfallen ließen, verblüffte selbst die Jury-Mitglieder Helmut Schöning, Thomas Adler, Ralf Kammann und Nils Bücker. Zum 15. Mal waren die Schülerinnen und Schüler aufgefordert worden, mit viel Fantasie diese Aufgabe zu erfüllen.  Und zehn Gymnasiasten aus den Klassenstufen fünf bis acht nahmen  die Herausforderung an, die – wie Schöning sagte – sehr schwierig war. „Entwickelt eine Konstruktion, mit der ein Ei mit einer Zeitverzögerung von 30 Sekunden in einen Korb befördert wird“, lautete die Wettbewerbsaufgabe. Wobei das Ei eine Entfernung von genau 150 Zentimetern zurücklegen musste. Nach einer sehr spannenden Stunde konnte der zehnjährige Kjell Vagt aus Husum den begehrten ersten Preis in Empfang nehmen. Zweiter wurde Danny Faut (10) aus Husum und den dritten Platz belegte Niko Haß (12) aus Viöl.

Schon in der erste Runde kam Kjell  Vagt seinem gesetzten Ziel, das Feld als Sieger zu verlassen, einen großen Schritt näher. Doch er hatte auch starke Mitbewerber, die mit ihren fantasievollen Konstruktionen für Aufsehen sorgten. Tammo Schulz aus Bredstedt beispielsweise stellte ein ausgeklügeltes System zusammen und verband damit eine selbst konstruierte Uhr, mit der das Ei katapultartig auf die Reise geschickt wurde.  Dafür erkannte die Jury dem Elfjährigen einen Konstruktionspreis zu. Um die erforderliche Zeitverzögerung einzuhalten, bauten Pelle Nilsson Tammen und Lukas Peters eine Murmelbahn. „Wir haben ausgerechnet, dass die Kugel etwas mehr als 30 Sekunden benötigt, bevor sie die Bahn verlässt und auf eine Rattenfalle fällt“, erklärte der zehnjährige Nilsson. Die wiederum gab dem Ei den nötigen Stoß. Dafür wurden die beiden ebenfalls mit einem Konstruktionspreis   belohnt.

 Doch was Kjell Ziegert auf die Beine stellte, löste am meisten Erstaunen und Verwunderung aus. Während er einen kleinen Klumpen Knete weich presste, fragten sich viele, was er damit anfangen wolle. Die Idee, die dahinter steckte, war verrückt und genial zugleich: Der Zwölfjährige aus Tönning nutzte die Schwerkraft, mit der die Knete nach unten gezogen wurde. „Irgendwann ist der Knetfaden so dünn, dass er reißt und auf die Mausefalle fällt“, erklärte der junge  Tüftler. Die Mausefalle wiederum löste mit einer Schnur die Kunststoffpistole aus, mit der das Ei in Richtung Korb katapultiert wurde. Für diese Idee bekam auch er einen Konstruktionspreis zuerkannt.

 „Was die jungen Schüler hier entwickeln, wie viel Zeit sie dafür opfern,  wie sie Pläne schmieden und die erdachte Konstruktion in die Tat umsetzen, das ist beeindruckend und nicht hoch genug zu loben“, so Jury-Mitglied Bücker. Dem stimmte auch  Kammann zu: „Im Grunde hätten alle einen ersten Preis verdient.“ Seit Januar 2001 wird dieser physikalisch-technische Wettbewerb von der Blumensaat-Stiftung ausgerufen.

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