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Wellness inklusive Sinnsuche : Von Glücksmomenten am Meer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Frank Ketter, der neue Chef des Nordsee-Tourismus-Service, setzt auf „therapeutische“ Qualitäten der Natur – und höherwertigere Unterkünfte, denn die Ansprüche sind gestiegen.

Im Wettbewerb um die Gunst der Urlauber will der Tourismus im Norden mit einer frischen Strategie punkten. Die neue Imagekampagne der Landes-Tourismusagentur wartet von 2015 an mit der Botschaft auf, dass Glücksmomente im Urlaubsland Schleswig-Holstein garantiert sind. An den Inhalten der Kampagne in der Signalfarbe Pink strickt auch die Nordsee-Tourismus-Service GmbH (NTS) mit. Schließlich erfüllt die Westküste ein Gutteil dieses Glücksversprechens – weite Landschaft, Inseln und Halligen, das Meer mit seinen Gezeiten, die Stränden und das Wattenmeer.

Mehr seinem Können, denn seinem Glück hat Frank Ketter es zu verdanken, dass er als neuer Geschäftsführer der zentralen Tourismus-Organisation an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste den Aufbruch zu neuen Marketing-Ufern an führender Stelle mitgestaltet. Ketter hat im Sommer die Nachfolge von Constanze Höfinghoff angetreten, die in die Tourismuszentrale St. Peter-Ording gewechselt ist. Bei einem Auswahlverfahren hatte sich der 48-Jährige mit fundierter Ausbildung und Kenntnissen gegen mehr als 30 Mitbewerber um den NTS-Posten durchgesetzt. Als ehemaliger Fachreferent für Tourismus- und Unternehmensförderung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland (WFG) kennt der Diplom-Geograf der Tourismus- und Freizeitwirtschaft die Westküste und ihre touristischen Herausforderungen aus dem Effeff. „Das ist eine spannende Aufgabe“, sagt er selbst zu seinem Wechsel.

Dabei hat Frank Ketter einige bei der WFG angesiedelte Projekte mitgenommen in sein neues Aufgabenfeld: das EU-Interreg-Projekt „Natur und Tourismus an der deutsch-dänischen Nordseeküste“, das touristische Radwegenetz und auch die Koordination des Reservierungssystems an der Westküste. Und dann sind da noch die NTS-Dauerbaustellen: Nach wie vor gilt es, die Vor- und Nachsaison zu beleben sowie den Service, vor allem aber die Qualität der Angebote und der Unterkünfte zu verbessern. „Es ist schon viel gemacht worden, aber es gibt noch immer Handlungsbedarf“, weiß Frank Ketter. Zwar sei die Qualität in den vergangenen zehn Jahren in der Breite besser geworden, gleichzeitig seien aber auch die Ansprüche der Urlauber gestiegen. Generell gelte: Qualitativ höherwertige Quartiere sind auch besser ausgelastet, wobei die Übernachtungszahlen in diesem Bilderbuch-Sommer ohnehin in den allermeisten Orten sehr gut waren.

Unterdessen hält der Trend weiterhin an zu spontaneren Buchungen, kürzeren Urlauben sowie immer mehr Online-Buchungen, auch über die großen Internet-Portale. Dem soll auf Landesebene ebenso wie an der Westküste auch dadurch Rechnung getragen werden, dass den sozialen Medien künftig stärkeres Augenmerk geschenkt wird.

Im Sinne eines Tourismus mit Nachhaltigkeit will Frank Ketter die enge Zusammenarbeit mit dem Naturschutz im und am Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer fortführen. Noch Potenzial sieht er im Bereich der Erneuerbaren Energien und Elektromobilität. Ähnliches gilt für das große und wichtige Segment des Gesundheitstourismus. Angesichts des demografischen Wandels und der wachsenden Herausforderungen in der Arbeitswelt sind nach Aussagen von Frank Ketter immer mehr Menschen sensibilisiert für Gesundheits- und Wellnessangebote bis hin zu Nordic Walking oder Yoga-Kurse oder für die Sinnsuche und das Zur-Ruhe-Kommen in einer „therapeutischen Landschaft“, wie es der neue NTS-Chef formuliert.

Auch vor diesem Hintergrund wandeln sich die Aufgaben des Nordsee-Tourismus-Service laut Ketter vom Marketing hin zu einem „Destinations-Management 3.0“. Um das positive Image der Region zu transportieren, sieht er die Organisation künftig mehr in der Rolle als „Kümmerer“ für ihre Partner – wie die Tourismus-Orte und Vermieter an der Westküste. Das gemeinsame Ziel lautet für ihn: „Zukunftsfähig zu bleiben.“

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erstellt am 17.Okt.2014 | 14:00 Uhr

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