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Husumer Nachrichten

23. Oktober 2017 | 17:05 Uhr

Tetenbüll : Von Farben, Flächen und Figuren

vom

Der Norddeutsche Realist Ulf Petermann gab Kunstinteressierten Einblicke in sein Schaffen.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 06:26 Uhr

Tetenbüll | Eine Veranstaltung besonderer Art gab es im Tetenbüller Kulturzentrum, dem Haus Peters, zum Internationalen Museumstag. Der derzeit dort ausstellende Maler Ulf Petermann, Mitglied der Norddeutschen Realisten, sprach über sein Werk und beantwortete bereitwillig Fragen, die von Besuchern an ihn gerichtet wurden. "Es ist nicht nur das Motiv, das mich interessiert", so Petermann, "sondern auch das Gestalten der Fläche." Derzeit beachte er verstärkt die Wirkung der Farben durch ihre Konsistenz . "Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob ich die Farbe eher pastös oder dünn und durchscheinend auftrage." Die Frage nach dem Unterschied der Norddeutschen Realisten zu den "klassischen" Landschaftsmalern ließ Petermann eher offen - die Realisten seien losgelöst von der traditionellen Malerei, ihre Arbeiten trügen sehr moderne Züge.

Es folgten einige Detailfragen, etwa ob der Malhintergrund weiß sei oder ob er immer nur an einem Bild arbeite. Weiß verwende er nie, so Petermann, er töne seine Hintergründe ockerfarben oder grau ab. Oft fange er mehrere Bilder gleichzeitig an, um sich "selbst unter Druck zu setzen, damit auch mal was fertig wird", wie der Maler humorvoll bemerkte.

Auf einigen seiner Gemälde seien Menschen in der Küstenlandschaft zu sehen, auf anderen wiederum nicht, wurde angemerkt. "Eine Landschaft mit Personen erzählt immer eine andere Geschichte, als die Landschaft allein", erläuterte Petermann und antwortete dann gleich auf die Frage, ob es ihm schwer falle, sich von seinen Arbeiten zu trennen. "Natürlich ist so ein Werk immer ein Stück von mir selbst", so der Künstler, "aber ich habe eine Familie zu ernähren, und deshalb muss ich eben meine Bilder verkaufen."

Das ist ihm auch im Haus Peters gelungen, wo bereits sechs seiner Werke neue Besitzer gefunden haben. Die waren allerdings nicht unter den Besuchern des Museumstages, sondern hatten schon vorher ihre Wahl getroffen. Am Sonntag waren es dennoch gut

70 Interessierte, die in den ehemaligen Kolonialwarenladen in Tetenbüll kamen. Nicht alle wollten Petermanns Ausstellung "Faszination Küste" (läuft noch bis zum 30. Juni) sehen, viele nahmen nur den Laden in Augenschein.

Das Haus Peters in Tetenbüll, Dörp straat 16, ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Ausnahme bildet jedoch der kommende Pfingstsonntag - da öffnet der ehemaligen Dorfladen schon um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei, weitere Informationen unter Telefon 04862/681.

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