Spezialpionierregiment 164 : Von der Socke bis zur Pipeline

Einmal selbst in einem Spezialfahrzeug sitzen  .  .  .
Einmal selbst in einem Spezialfahrzeug sitzen . . .

15 Jahre Spezialpioniere in Husum: Tausende Besucher nutzen Tag der offenen Tür.

shz.de von
02. Juli 2018, 11:00 Uhr

„Im Norden von Deutschland, überall auf der Welt“ – unter diesem Motto feierte das Spezialpionierregiment 164 am vergangenen Sonnabend sein 15-jähriges Bestehen am Standort Husum. Mehrere tausend Besucher, darunter viele Soldaten-Familien, nutzten beim Tag der offenen Tür die seltene Gelegenheit, sich auf dem weitläufigen Gelände der Julius-Leber-Kaserne umzuschauen und sich mit den Aufgaben der Spezialpioniere vertraut zu machen. Die hatten für ihre großen und kleinen Gäste erstaunlich viel vorbereitet.

Insgesamt konnten Besucher 28 Stationen ansteuern, die neben Informationen zum Bereich der mobilen Instandsetzung, zur Ausbildungswerkstatt und zu den Karrierechancen in der Bundeswehr oder auch zu den Aufgaben der ebenfalls anwesenden Flugabwehrraketengruppe eine ganze Reihe unterhaltsamer Programmpunkte boten: Eine Modenschau, in der die Outfits der Soldatinnen und Soldaten während ihrer Laufbahn gezeigt wurden, aufregende Hubschrauber-Rundflüge und spannende Rundfahrten mit Feuerwehr- oder Bundeswehr-Fahrzeugen – nicht zu vergessen die kleinen Oasen auf dem Gelände, an denen sich die Besucher an sprudelnden Wasserbecken abkühlen und für den weiteren Rundgang stärken konnten.

Alles war perfekt organisiert, und das immer auch mit Blick auf die kleinsten Besucher. Für sie gab es eine Indoor-Betreuung, außerdem durften sie in einer kleinen Badeinsel planschen und mit Wasser spritzen, auf Ponys reiten, Stockbrot backen oder sich an Bord großer Maschinen als Feuerwehrmann, Baggerfahrer oder Kranführer ausprobieren. Für viele war es zudem ein tolles Erlebnis, Papa oder Mama nicht nur in Uniform zu sehen, sondern sie direkt an ihrem Arbeitsplatz erleben und begleiten zu dürfen.

Für technisch Interessierte waren so spezielle Themen wie Wasseraufbereitung und Brunnenbau eine spannende Sache, ebenso der bis ins Detail durchdachte Bau und Betrieb von Feldlagern oder die Errichtung von Feldtanklagern und Pipelineanlagen, mit denen die Pioniere die Vor-Ort-Versorgung von Einsatzkräften mit Kraftstoffen sicherstellen. Dem seit 2003 in der Kreisstadt ansässigen Verband gehören mehr als 1500 Soldaten an, die Spezialisten für Feldlagerbau- und -betrieb, Wassergewinnung und -aufbereitung, Instandsetzung, Tanklagerbau und Kraftstoffversorgung sind. Mit ihrem Wissen und Können sind sie bei Einsätzen der Bundeswehr im In- und Ausland, bei Naturkatastrophen oder bei Unglücken wichtige und begehrte Helfer.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen