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Umzugspläne im Haus der Jugend : Von der Peripherie ins Zentrum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Haus der Jugend will von der Hermann-Tast-Straße in die Innenstadt umziehen – in die Übergangsbleibe der Tourismus-Gesellschaft, die bald wieder das dann sanierte Alte Rathaus belegt. Ein Konzept für den Standortwechsel liegt der Politik bereits vor.

Sie stehen da, als sei der Wechsel schon vollzogen. Und fürwahr ist das, was das Team vom Haus der Jugend (HdJ) sich da ausgedacht hat, nicht wirklich neu. Doch jetzt könnte es in die Tat umgesetzt werden. Und diese Aufbruchstimmung wird bereits auf dem Titelblatt eines Konzeptes spürbar, das am Dienstag im Ausschuss für Soziales und Jugend und am 29. September in der Stadtvertretung beraten und beschlossen werden soll. „Dass wir schon lange darüber nachdenken, die Jugendarbeit wieder dorthin zu bringen, wo die Jugendlichen sind, ist ja bekannt“, sagt HdJ-Leiter Bernd Biermann. Doch bislang waren diese Bemühungen daran gescheitert, dass er und die Seinen keine passende beziehungsweise finanzierbare Bleibe in der Innenstadt fanden. Das könnte sich jetzt ändern.

Wenn die Tourist-Information nach dessen Umbau und Sanierung ins alte Rathaus zurückkehrt, wird ihre Übergangsbleibe in der Norderstraße 15 frei. „Da möchten wir gern rein“, sagt Biermann. Als einen wesentlichen Grund für den Ortswechsel führen Hauptamtsleiterin Ira Rössel und er das veränderte Freizeitverhalten von Jugendlichen ins Feld. Neue Medien spielen dabei ebenso eine Rolle wie der deutlich straffere Arbeitsalltag von Schülern, der mit der Offenen Ganztagsschule ja indirekt schon einen Namen bekommen hat. „Bis Kinder und Jugendliche endlich frei haben, ist oft schon wieder Feierabend“, erläutert Biermann vor dem Ausschuss. Hinzu kommen die schon angesprochenen räumlichen Aspekte und der bauliche Zustand des jetzigen Domizils in der Hermann-Tast-Straße 6 - 8. Das Haus sei viel zu groß und energetisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit, führt Rössel aus. Wünschenswert wäre daher die Einrichtung eines zentrumsnahen Kinder- und Jugendbüros, die zugleich für eine Neuausrichtung des Hauses stehe.

In Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen soll ein Angebot mit BISS geschaffen werden. BISS steht dabei für Beraten, Informieren, Schnacken und Spielen. Die Norderstraße böte dafür ideale Voraussetzungen, findet Rössel, weil sie neben einem offenen Bereich im Erdgeschoss über zahlreiche kleinere Räume für spezifische Angebote verfüge. Als einer von vielen weiteren Aspekten soll das Kursangebot für die Offene Ganztagsschule ausgeweitet werden. Und neue Öffnungszeiten wird es auch geben.

Das jetzige HdJ könnte im Gegenzug verkauft werden. Das mag wie ein Nachteil klingen, müsse aber gar keiner sein, sagen Rössel und Biermann, zumal es dafür bereits Interessenten gebe. Außerdem lägen die Mietkosten in der Norderstraße deutlich unter den Unterhaltungskosten der jetzigen Hauses. Und Biermann lässt weitere Zahlen sprechen, um für seine Sache zu werben: „Früher hatten wir in der Hermann-Tast-Straße 100 bis 120 Besucher täglich. Heute sind es gerade noch 40 bis 50.“ Wenn das neue HdJ-Konzept die Zustimmung der Gremien findet, soll es schon 2014 in die Tat umgesetzt werden, vorausgesetzt die TSMH zieht rechtzeitig ins alte Rathaus zurück.

>Die nächste öffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales und Jugend am Dienstag, 10. September, beginnt um 17 Uhr im Tagungsbereich des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerkes. Bevor das Gremium in die Tagesordnung einsteigt, stellt dessen Leiter, Hans-Jürgen Vollrath-Naumann, ihnen die Einrichtung vor.

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erstellt am 07.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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