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Neue Sonderschau im Schifffahrtsmuseum in Husum : Von der Nordsee an die Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit den Häfen, Küsten und Wasserwegen Schleswig-Holsteins beschäftigt sich die aktuelle Sonderschau im Schifffahrtsmuseum Nordfriesland.

von
erstellt am 12.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Auch für die derzeitige Sonderausstellung „Schleswig-Holstein meerumschlungen in Wort und Bild“ im Schifffahrtsmuseum Nordfriesland hat Museumsleiterin Karin Cohrs auf das bewährte Konzept „Karten – Bilder – Modelle“ gesetzt. Und wieder eine besondere Attraktion integriert: „Ein Fischer hatte die Scherbe einer Vase vom Schiffsuntergang eines chinesischen Frachters vor 300 Jahren vor Eiderstedt im Netz gehabt“, erzählt sie. „Ein anderer Fischer hat jetzt ebenfalls eine Scherbe derselben Vase im Wattenmeer gefunden – und wir präsentieren nun erstmals beide Stücke zusammen.“ Die Vase, so Karin Cohrs, habe ursprünglich einmal als Zierfischbecken gedient und sei entsprechend groß gewesen.

Ansonsten ist die Ausstellung – naturgemäß – dreigeteilt: Nordseeküste, Ostseeküste und der Kanal. Aktuelle Bilder aller wichtigeren Hafenstädte vermitteln einen guten Eindruck von Schleswig-Holsteins kleinen und großen Zugängen zu den Meeren. Ebenso aktuell wird auch auf die derzeitigen Entwicklungen an der Küste und auf See eingegangen: Sowohl der neue Klimaschutzdeich auf Nordstrand als auch die Offshore-Windkraftgewinnung haben Eingang in die Sonderschau gefunden. Und mit großen Modellen der 2010 in Dienst gestellten Auto- und Personenfähre „Uthlande“ der Wyker Dampfschiffs-Reederei sowie des 2014 gebauten Vielzweckschiffes „Haithabu“ des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume auch sehr moderne Fahrzeuge, die heutzutage vor Nordfrieslands Küste unterwegs sind.

Natürlich kommt auch die Historie nicht zu kurz. Eine Spezialität des Hauses ist das alte Kartenmaterial, das im Original oder als Kopie im Archiv des Schifffahrtsmuseum schlummert und die Themen der verschiedenen Sonderausstellungen bestens unterstreichen kann. In dieser Schau zeigen zum Beispiel die älteste gedruckte Karte von Jütland aus dem Jahr 1543 und eine Mercator-Karte Europas von 1554, wie es vor einem knappen halben Jahrtausend in unseren Breiten aussah.

Ein Extra-Raum ist dem Husumer und dem Hamburger Hafen gewidmet – mit Fotos, Gemälden und Dioramen. „Da sind noch Exponate vom verstorbenen Prof. Rainer Winkler aus Schleswig“, erläutert die Museums-Chefin. „Die haben wir von den vorigen Sonderausstellungen so belassen und etwas ergänzt.“

Bleibt das Verbindungsstück, der das Land zwischen den beiden Meeren durchschneidet: der Kanal. Von seiner Eröffnung im Jahr 1895 bis heute erzählen Bilder, Karten und andere Exponate von der Geschichte dieser Wasserstraße, die im vergangenen Jahr von knapp 30.000 Schiffen passiert wurde. Und auch auf dessen Vorgänger, den Eider-Kanal, geht die Sonderausstellung im obersten Stockwerk des Museums am Zingel 15 ein. Sie ist noch bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

 

 

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