Vor Westerhever : Von der Flut überrascht: Drei Spaziergänger und ein Hund in Not

DLRG-Wasserretter mit ihrem speziellen Raft-Schlauchboot im Einsatz.
DLRG-Wasserretter mit ihrem speziellen Raft-Schlauchboot im Einsatz.

Sie wurden auf dem Rückweg zum Deich vom Hochwasser überrascht. Feuerwehren und DLRG rückten ins Vorland aus.

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19. September 2019, 15:09 Uhr

Westerhever | Zu einem dramatischen Einsatz rückten am Dienstagnachmittag die Freiwilligen Feuerwehren aus Osterhever, Garding und St. Peter-Ording, sowie die DLRG St. Peter-Ording und der Rettungsdienst nach Westerhever aus. Auf dem Weg, der zum Leuchtturm Westerheversand in Nordfriesland führt, waren drei Personen mit ihrem Hund vom Hochwasser überrascht worden.

Sie hatten während der auflaufenden Flut zu spät den Rückweg zum Deich eingeschlagen. Nachdem das Wasser in Folge von Starkwind und Springtide das gesamte Vorland weiter überschwemmte, suchten die in Not Geratenen Zuflucht auf einer etwas erhöht gelegenen Brücke im Vorland.

Wir empfehlen den Gezeitenkalender stets dabei zu haben und sich vorab über das aktuelle Wetter und über die örtlichen Besonderheiten zu informieren. Nils Stauch, Technischer Leiter Einsatz der DLRG St. Peter-Ording
 

Einsatzkräfte der Feuerwehr Osterhever und der DLRG St. Peter-Ording fuhren gemeinsam mit dem zuerst eintreffenden DLRG-Unimog soweit wie möglich über den schmalen befestigten Weg ins Vorland hinaus, um an die Eingeschlossenen heranzukommen.

Parallel dazu machte sich kurz darauf ein aus vier DLRG-Wasserrettern bestehendes Team bereit, um sich mit einem speziellen Raft-Schlauchboot über den weitläufig unter Wasser stehenden Weg zur Brücke zu gelangen. Die Feuerwehr St. Peter-Ording stand mit ihrem Luftkissenboot ebenfalls bereit, um unterstützen zu können.

Mit dem Schlauchboot gerettet

Personen und Hund konnten mit dem DLRG-Schlauchboot gerettet und auf halber Strecke auf die hohe Ladefläche des Unimogs übergesetzt werden. „Die Fahrzeugbesatzung brachte alle Beteiligten sicher zurück an Land, bevor die völlig durchnässten geretteten Personen zur Sichtung an den Rettungsdienst übergeben worden sind“, berichtet Nils Stauch, Technischer Leiter Einsatz der DLRG St. Peter-Ording. Während der gesamten Rettungsaktion herrschte wechselhaftes Wetter mit Sonnenschein, Starkwind, Starkregen und Hagelschauern.

„Wir empfehlen den Gezeitenkalender stets dabei zu haben und sich vorab über das aktuelle Wetter und über die örtlichen Besonderheiten zu informieren“, so Stauch weiter.

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