Ein Exemplar schöner als das andere : Von Blaugesäumt bis goldhalsig

Bei der Eröffnung: Norbert Nies, Kay von Dohlen, Horst Michaelsen und Herbert Niehus (v.  l.).
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Bei der Eröffnung: Norbert Nies, Kay von Dohlen, Horst Michaelsen und Herbert Niehus (v. l.).

Bei der 54. Deutsche Bantam-Schau präsentierten sich die ausgestellten Hühner in einer extravaganten Farbenpracht. Rund 50 Züchter aus Deutschland, Dänemark und Kroatien zeigten mehr als 500 Tiere in Garding.

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11. November 2013, 12:00 Uhr

Leicht hatten es Kay von Dohlen, erster Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Garding und Umgebung, und sein Stellvertreter und Ausstellungsleiter Herbert Niehus nicht, als sie in Garding in einer großen Halle die 54. Deutsche Bantam-Schau eröffnen sollten. Über 500 stimmgewaltige und farbenprächtige Hühner gaben ein beeindruckendes Intermezzo, so dass zeitweise die Begrüßungsworte untergingen. Doch die über 100 Gäste, darunter etwa 50 Züchter aus Deutschland, Dänemark und Kroatien nahmen diese Stimmeinlage gelassen.

In diesem Jahr wurde der Geflügelzuchtverein Garding und Umgebung damit beauftragt, diese besondere Ausstellung durchzuführen. Während der zweitägigen Veranstaltung hatten die Gastgeber ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt. Dazu gehörte ein Besuch im Westküstenpark in Sankt Peter-Ording, eine Eiderstedtrundfahrt mit der Besichtigung des Sperrwerks sowie ein Stopp im Multimar Wattforum in Tönning. Mit einem Züchterball endete die dreitägige Veranstaltung.

Zu Beginn hatten die Preisrichter die schwierige Aufgabe, das in allen 19 anerkannten Farbenschlägen präsentierte Federvieh zu begutachten und zu bewerten. Die Farbgebung reichte von gold- bis orangehalsig, blaugesäumt und zitron-porzellanfarbig bis hin zu rotgesattelt und perlgrau. Von Dohlen und Niehus, die wie alle anwesenden Fachleute mit dem informativen Züchterkatalog bewaffnet waren, zeigten sich begeistert über die präsentierten Zuchterfolge. Auch Norbert Nies, Vorsitzender des Bantam-Klubs, gratulierte. Die Unterbringung sei optimal und das Rahmenprogramm interessant. Er wies aber auch darauf hin, dass es im Zeichen des demografischen Wandels immer schwerer werde, junge Züchter zu begeistern.

Beeindruckt zeigte sich auch Jörg-Friedrich von Sobbe, erster stellvertretender Landrat. Er bewunderte die farbenprächtigen Tiere und stellte darüber hinaus schmunzelnd fest: „Hier ist es ja lauter als im nordfriesischen Kreistag.“ Auch er bemängelte, dass kaum junge Züchter bei der Ausstellung vertreten seien. Doch dann lenkte er den Blick auf den Geflügelzuchtverein Garding und Umgebung. Hier seien 30 Prozent der Mitglieder Jugendliche. Bürgermeister Ranjet Biermann hatte dann noch eine gute Nachricht im Gepäck. Auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für den Traditionsverein sei die Stadt fündig geworden. Auf dem Gelände der alten Kläranlage wird der Verein schon im Frühjahr seine Zuchtanlage bauen können. „Sobald die Frostperiode vorüber ist, werden wir mit den Bauarbeiten beginnen“, bestätigte von Dohlen.

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