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„Green Screen“-Naturfilmfestival : Von Affen, Störchen und Seekühen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

„Green Screen“ kommt ins Kino-Center – und unsere Leser stimmen ab: Welcher Film gewinnt den Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages?

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2015 | 16:00 Uhr

Das Naturfilm-Festival „Green Screen“ ist wieder auf Tour durch Schleswig-Holstein – und macht am Dienstag, 18. August, ab 19.30 Uhr im Kino-Center auf der Neustadt Station. Drei faszinierende Streifen werden präsentiert – und die Zuschauer können wie jedes Jahr über den Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) abstimmen. Der wird dann im Rahmen des Festivals verliehen, das vom 10. bis 14. September in Eckernförde stattfindet. 100 Leser der Husumer Nachrichten sind zu diesem besonderen Kino-Abend eingeladen. Was man machen muss, um dabei zu sein, steht rechts auf dieser Seite Und das sind die Filme, die es zu sehen gibt:


Wildes Sri Lanka – Waldwelt

Blaues Meer, weiße Strände, grüne Wälder – Sri Lanka gilt als Perle des Indischen Ozeans. Die Natur hier ist üppig und die Tier- und Pflanzenwelt vielfältig. Flugbilder, Nahaufnahmen und Landschafts-Panoramen, Zeitraffer und Zeitlupen vermitteln in dem Film von Joe Loncraine und Mike Birkhead ein eindrucksvolles Bild dieser Insel. Die Wälder beherbergen eine Fülle an Lebewesen. Languren bevölkern die Baumkronen. Diese Affen sind Akrobaten des Dschungels. Am Boden gibt es Schlangennester: Hier ist der Tigerpython zu Hause, eine der größten Schlangenarten der Welt. Der Python bebrütet sein Gelege solange, bis sich der Nachwuchs in den Eiern zu regen beginnt, dann verlässt das Elterntier instinktiv das Nest – andernfalls würde es den eigenen Nachwuchs fressen. Ein fürsorglicher wirkendes Brutverhalten zeigt der Blau- oder Schmuckkitta, ein Vertreter aus der Familie der Rabenvögel. Neben den Eltern kümmern sich alle Verwandten um den Nachwuchs. Die Bergwälder der Insel sind der Lebensraum des Felsenfrosches, der aussieht wie ein Stein und in den Flüssen kaum auszumachen ist. 1500 Meter über dem Meer leben Süßwasser-Krabben, und nachts erscheinen die „Waldgeister“ in Gestalt der Schlank-Loris mit riesigen Augen.


Hamiltons Abenteuer – Seekühe mal ganz anders

600 Kilogramm pure Freundlichkeit – die Seekuh, auch Manati genannt, ist nicht gerade eine Postkartenschönheit. Aber Seekühe sind die friedlichsten Kolosse, die die Flüsse und Meeresküsten Floridas bewohnen. Sie verbringen die meiste Zeit des Tages mit dem Fressen von Wasserpflanzen. Die Weibchen kümmern sich aufopferungsvoll um die eigenen und die Jungen anderer Mütter. Aggressives Verhalten ist ihnen völlig fremd. Lediglich bei der Paarung geht es rund. Dann verfolgen oft mehrere Bullen eine Kuh, bis sich das Weibchen für den zukünftigen Vater ihres Jungen entscheidet. „Seekühe sind aktive, verspielte und intelligente Tiere“, erzählt Filmemacher Ulf Marquardt. Der Film „Hamiltons Abenteuer“ konnte nur entstehen, weil er sich ausgiebig Zeit nahmen, ihre Geheimnisse zu lüften. „Dazu kommt der Titelheld Hamilton“, so Marquardt. „Eine Seekuh über mehrere Jahre zu begleiten und ihre dramatische Lebensgeschichte zu erzählen, ist bislang noch keinem Filmteam gelungen.“ Neben seltenen Aufnahmen der Seekühe zeigt der Film weitere beeindruckende Aufnahmen der grandiosen Natur Floridas: Unterwasseraufnahmen der skurrilen Schlangenhalsvögel sind ebenso zu sehen wie die spektakulären Jagdstrategien der Delfine.


Unter Störchen – Ein Dorf im Vogelfieber

Das kleine Dorf Rühstädt im nordwestlichen Brandenburg beherbergt Deutschlands größte Weißstorchkolonie. Fast 40 Storchenpaare brüten jeden Sommer auf den Hausdächern der nur 200 Dorfbewohner. Mit ihrem Nachwuchs locken die Tiere alljährlich rund 30.000 Besucher an. Ein örtlicher Storchenclub und ein rühriger Bürgermeister sind unermüdlich im Einsatz. Nester müssen gebaut und repariert, Teiche angelegt und Wiesen zur richtigen Zeit gemäht werden. Der Ort, der das Prädikat „Europäisches Storchendorf“ trägt, lebt seit Jahrzehnten im Jahreszeitenzyklus dieser Vögel, wie der Film von Herbert Ostwald zeigt. In nur gut hundert Tagen müssen sich die Störche finden, paaren und Junge bis zum Abflug großziehen – ein harter Lebenskampf für die Tiere. Regen, Hitze und Greifvögel reduzieren den Nachwuchs, bei Krankheiten werfen sie die schwächsten Küken einfach aus dem Nest. Ohne ausreichendes Nahrungsangebot gehen die Vögel zugrunde. Auch hier helfen die Dorfbewohner und päppeln Nesthäkchen wieder auf. Rühstädt zeigt modellhaft, wie es durch koordinierte Eingriffe in die Natur gelingen kann, mit einem großen Vogel in der Nachbarschaft zu leben und davon selbst auch einen Nutzen zu haben.

 

Die Gästeliste – unsere Zeitung lädt ein:

Karten gibt es keine für den großen Naturfilm-Abend am Dienstag, 18. August, ab 19.30 Uhr im Kino-Center, Neustadt 114. Aber eine Gästeliste mit 100 Plätzen – und auf die kann sich jeder Interessierte kostenlos setzen lassen. Einfach am morgigen Dienstag, 11. August, zwischen 14 und 15 Uhr unter Telefon 04841/89651301 anrufen, die Plätze werden verteilt, so lange welche da sind. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Liste schnell gefüllt ist, und daher gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Und bitte nur unter dieser Telefonnummer anrufen und nicht im Kino-Center direkt!











 

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