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SPD-Abgeordneter aus Husum : Vom Wrestling-Ring in den Bundestag

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eben noch im Wrestling-Ring – jetzt schon im Bundestag. Der Neu-Parlamentarier Matthias Ilgen (SPD) ist seit seiner Kindheit Wrestling-Fan – und hat damit sogar Geld verdient.

Der vornehme Auftritt ist sein Markenzeichen – und das nicht nur auf der politischen Bühne: Matthias Ilgen, SPD-Abgeordneter aus Husum und auf Listenplatz 9 frisch in den Bundestag gewählt, steigt zur Abwechslung gerne in den Wrestling-Ring – und zwar unter dem adlig angehauchten Künstlernamen Matthias Rüdiger Freiherr von Ilgen. „Seit meiner Kindheit bin ich ein Fan dieser Sportart“, sagt der 29-jährige Neu-Parlamentarier. „Während meines Studiums in Hamburg habe ich dann einfach mal ein Wochenend-Camp in einer Wrestling-Schule besucht.“ Das war zunächst mit Unannehmlichkeiten verbunden, denn durch die zahlreichen Drehungen und Überschläge wurde dem jungen Studenten schlecht. „Ich hatte keinen so guten Gleichgewichtssinn“, erinnert sich Ilgen lachend. Dennoch entschied er sich, dabei zu bleiben, trainierte hart und war bald belohnt: „Die Übelkeit verschwand mit der Zeit – und das Wrestling wurde für mich zum Nebenjob.“ Sogar eine Weltmeisterschaft gewann der 1,89 Meter große Hüne: Im Tag Team – einer Wechselmannschaft, bei der sich die beiden Team-Mitglieder im Kampf gegenseitig ablösen – errang er den Northern-Championship-Wrestling-Titel 2010. Am Ende entschied er sich jedoch gegen eine Profi-Karriere und für die Politik: „Auch mein Künstlername ist hier entlehnt: Heinrich Rüdiger von Ilgen war im 17. und 18. Jahrhundert brandenburgischer und königlich preußischer Staatsmann.“ Zudem hielt ihn sein Beruf als Veranstalter zunehmend beschäftigt, so dass Wrestling inzwischen nur noch ein Hobby für ihn ist – aber „ein wunderbar körperliches, wo man sehr gut seine mentale Ruhe findet bei all dem Politik-Stress“. Der hielt ihn im Wahlkampf allerdings so fest gefangen, dass er jetzt 20 Kilo über seinem normalen Kampfgewicht von 105 Kilogramm liegt: „Bevor ich erneut in den Ring steige, muss ich mir erst den Speck wieder abtrainieren.“ Wichtiger ist ihm jetzt aber zunächst ein anderer Platz, an dem hart gerungen wird – das Parlament in Berlin.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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