Garding : Vom Sprachkursus bis zur Putzaktion

Der neue Standort der Gardinger Stadtbücherei wird gut angenommen.
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Der neue Standort der Gardinger Stadtbücherei wird gut angenommen.

Gardinger Vereine und Verbände informieren über ihre Vorhaben in diesem Jahr. Bei der Ferien-Naherholung sind noch Plätze frei.

shz.de von
08. Februar 2018, 13:00 Uhr

In Garding ist es gute Tradition, dass der Jugend- und Sozialausschuss der Stadt zu seiner ersten Sitzung im Jahr Vertreter der Vereine und Verbände einlädt. „Damit geben wir ihnen die Möglichkeit, von Nöten und Sorgen sowie über Projekte und Termine zu berichten“, sagte der Vorsitzende Kay Eggers (SPD). So berichtete beispielsweise Hannelore Borchers von der Volkshochschule über die gut besuchten Kurse. „Insbesondere die Rückenschule ist unter den sieben Angeboten sehr beliebt und ein fester Bestandteil unseres Programms.“ Auch der Plattdeutsch-Kursus im alten Rathaus sei gut besucht. „Dieses Angebot gilt insbesondere für unsere Neubürger“, so Borchers weiter.

Gute Nachrichten gab es auch von Carmen Lehmann, Vorsitzende des DRK-Ortsverbandes Garding. „Wir haben immer mehr Zulauf, auch wenn die Frauen noch unterrepräsentiert sind.“ Hier erhoffe sich der Ortsverein mehr weibliche Unterstützung. Rückgrat seien die Betreuungsgruppen, die insbesondere nachts zum Einsatz kommen. „Wir versorgen die Feuerwehrleute dann mit heißen Getränken und belegten Brötchen.“ Im vergangenen Jahr sei die DRK-Ortsgruppe zu etwa 70 Einsätzen gerufen worden.

„Der Dienstplan ist immer gut gefüllt“, meldete Gardings Wehrführer Dennis Kielinski. Mehr als 40 Mal musste die Wehr im vergangenen Jahr ausrücken, sei es zu Bränden, Verkehrsunfällen, technischen Hilfeleistungen oder Personen in Notlagen. Zu den knapp 60 Aktiven gesellen sich noch die Mitarbeiter des Bauhofs, so Kielinski. „Sie sind zwar keine Mitglieder, werden aber von der Feuerwehr geschult.“ Dies sei eine große Hilfe in der Tagesverfügbarkeit. In diesem Jahr sei eine große Übung vorgesehen. „Bei der DLRG-Verkehrsunfallübung in Vollerwiek werden wir mit der technischen Hilfeleistung vertreten sein“, kündigte Kielinski an. Weiter plane die Wehr einen Blaulicht-Tag. Ein abwechslungsreiches Programm gebe es auch für die Nachwuchskräfte bei der Jugendfeuerwehr, wie Jugendwart Tobias Hansen berichtete. 22 Jugendliche, darunter sechs Mädchen, besuchten derzeit die Übungsstunden. „Außerdem werden wir einen 24-Stunden-Dienst veranstalten“, so Hansen.

Über Nachwuchssorgen berichtete dagegen Kay-Uwe Cornils von der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft von Stadt und Kirchspiel Garding. „Wir sind inzwischen ein kleiner Kreis geworden und benötigen dringend Verstärkung.“ Im Frühjahr werde die Arbeitsgemeinschaft ein weiteres Heft herausbringen, kündigte er an. Es würden Bilder, Geschichten und Anekdoten gesucht.

Großes hat der Bürgertreff vor, wie Elke Rieck berichtete. „Wir versuchen einen Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge zu organisieren, so etwas gibt es in Garding noch nicht.“ Was das Kriegsgräberdenkmal betrifft, so bestehe akuter Handlungsbedarf, erklärte sie weiter. Die 150 Gedenksteine gefallener Soldaten aus dem ersten und zweiten Weltkrieg seien zum großen Teil nicht mehr lesbar. Ein Jugendprojekt soll nun Abhilfe schaffen, lautete der Vorschlag. „Jugendliche aus Vereinen und Verbänden sowie Konfirmanden könnten die Gedenksteine wieder lesbar machen.“ Aus der Runde wurde jedoch deutlich gemacht, dass es ein altersübergreifendes Projekt werden solle. Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt (CDU) zeigte sich begeistert von dieser Idee. Es sollten jedoch, wo noch Verwandte vorhanden sind, diese mit einbezogen werden. Eggers forderte die Vereine und Verbände dazu auf, sich mit dieser Idee zu befassen.

In der Sitzung stellte die Leiterin des Jugendtreffs, Ute Fröhlich, ihre Stellvertreterin Tanja Hinrichs vor. Sie erinnerte ferner an die Weihnachtspäckchen-Aktion im Dezember. „Damit konnten wir 15 Kinder beschenken.“ Für einige sei dies Weihnachtspaket das einzige gewesen, berichtete Fröhlich weiter. Für die Ferien-Naherholung seien bisher nur 16 Anmeldungen eingegangen. „Wir können aber bis zu 40 Plätze vergeben.“ Ferner will der Jugendtreff demnächst eine Lesenacht anbieten.

Am Schluss sprach Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt die Stadtbücherei an. „Die Verschmelzung der Stadtbücherei mit der Tourismuszentrale (TI) am Markt ist wohl die beste Entscheidung, die wir als Stadtrat getroffen haben.“ Mit einer neuen Software würde immer mehr Professionalität in die Bücherei einziehen. Zeitgleich mit der TI habe sie 35 Stunden in der Woche geöffnet. Seither seien die Besucherzahlen deutlich angestiegen.

Das Ehrenamt in Vereinen und Verbänden sei für die Stadt Garding unverzichtbar, so Kummerscheidt weiter. Es wäre schön, wenn die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden könnte. Die Ehrenamtlichen seien es, die das Leben in der Stadt Garding aufwerteten.

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