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Friedrichstadt : Vom Spielschiff bis zum Wellen-Zaun

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Spielplatz in der Innenstadt soll ein neues Gesicht bekommen. Außerdem ist die zweite Bauphase an der Eider-Treene-Schule abgeschlossen.

Ein Sandkasten in Form eines Bootes, Zäune, die wie eine Welle aussehen und ein Spielschiff: Der Spielplatz „Am Stadtfeld“ soll für die kleinen Friedrichstädter attraktiver gestaltet werden – und dabei maritime Formen annehmen. Auf diese Idee kamen einige Mitglieder des Schul-, Jugend-, Sport- und Sozialausschusses auf einer Rundtour entlang der Spielplätze der Holländerstadt.

Femke Postel vom Ordnungsamt hat sich Gedanken gemacht, wie man diese Ideen praktisch umsetzen kann und eine Skizze angefertigt, die in der jüngsten Sitzung des Ausschusses vorgestellt wurde. Darüber hinaus hat sie Kostenvoranschläge eingeholt, Gespräche mit dem Denkmalschutz und dem Bauhof geführt. Schnell war sich das Gremium einig, dass der Innenstadtbereich damit nur gewinnen könne, und die Mitglieder sprachen sich für eine Empfehlung an die Stadtvertreter aus, die Umgestaltung des Areals in Angriff zu nehmen. „Laut Kämmerer ist das Geld vorhanden. Doch wir müssen das Projekt noch in diesem Jahr angehen und die Spielgeräte anschaffen“, mahnte Bürgermeister Eggert Vogt. Es handelt sich dabei um einen Betrag von rund 20.000 Euro. Geregelt werden müssen noch Details wie die Form der Rutsche, Fallhöhen oder die Nachhaltigkeit der Materialien.

Viel getan hat sich an der Eider-Treene-Schule. Fenster, Türen und Dächer sind saniert, die Verwaltung hat einen neuen Eingang, das Lehrerzimmer wurde vergrößert, Belüftung und Küche sind neu. Der zweite Bauabschnitt ist abgeschlossen. „Aber einer der entscheidenden Schritte ist, dass zwei Hörsäle zu Klassenräumen umgebaut wurden“, erklärte Ausschuss-Vorsitzender Burkhard Beierlein, der lange Zeit in der Schule unterrichtet hat, die momentan von rund 320 Schülern besucht wird. „Nun gibt es zwei Klassenräume mehr – das trägt erheblich zur Entzerrung bei.“ Ziel sei es, auf Dauer auf Container verzichten zu können.

Je Bauabschnitt werden 1,2 Millionen Euro investiert, die Förderungsquote liege bei mehr als 50 Prozent, so Beierlein. Der dritte Abschnitt wird 2018 in Angriff genommen. Dann stehen Anbauten im Mittelpunkt. „Zeiten und Kosten sind bislang eingehalten worden“, antwortete Vogt auf die Frage, ob denn alles laufe wie geplant. „Ich glaube, nach der dritten Baumaßnahme haben wir eine ganz tolle Schule.“

Was Friedrichstadt noch immer Kummer bereitet, ist die marode Turnhalle der Eider-Treene-Schule. „Das Bundesprogramm für die Förderung von Turnhallen, für das wir uns bewerben wollen, ist noch nicht aufgelegt“, sagte Vogt. Das Gelände werde vermutlich überplant. „Doch 2017 passiert da nichts mehr, das dauert noch.“ Der schlechte Zustand der Turnhalle, die aus den 1970er-Jahren stammt, ist nicht nur für die Schüler ein Problem, auch die Sportvereine leiden darunter. Das wurde in der Sitzung von mehreren Seiten betont. „Die Planung ist in vollem Gange“, so Vogt. „Wir warten noch auf entsprechende Mittelzusagen.“ Eine Sanierung der Halle würde zirka 2,6 Millionen Euro kosten. Friedrichstadt favorisiert allerdings einen Neubau für rund 4,3 Millionen Euro, um Kostenfallen zu vermeiden.

Noch in diesem Jahr soll der gesperrte Niedrigseilgarten an der Treene repariert werden. Vogt zufolge sei das Hauptproblem, eine Firma zu finden, die die Mängel behebt. Das Unternehmen, das Kletterwand und Co. aufgebaut habe, existiere nicht mehr. „Das wird uns wieder 30.000 Euro kosten“, bemerkte das Stadt-Oberhaupt.

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