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Jugendwehr Schwabstedt in Aktion : Vom Leitersturz bis zur Explosion

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei den Berufsfeuerwehr-Tagen in Schwabstedt hatte die Jugendwehr eine Vielzahl von „Einsätzen“ abzuarbeiten. Es galt unter anderem, Brände zu löschen und Verletzten zu helfen.

Das Leben ist bunt und vielfältig – neben schönen Ereignissen hält es aber auch allerlei unangenehme Einsätze bereit. Das wissen die Feuerwehren im Land – und das sollten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Schwabstedt jetzt auch kennenlernen. Jugendwart Thomas Eickhoff hatte gemeinsam mit einem bewährten Team lange vorweg geplant und lud zu den dritten Berufsfeuerwehr-Tagen der Jugendwehr Schwabstedt ein. 22 der 28 Nachwuchskräfte nahmen daran teil – richteten sich für drei Tage im Schwabstedter Feuerwehrhaus ein. Gemeinsam mit Thomas Eickhoff waren Sintje und Torben Hansen, Kai Jenß, Sven Hansen, Jan Carstensen, Steffen Thomsen, Gerrit Eckhardt, Dirk Boller und Helge Marxen wieder als bewährte Betreuer vor Ort. Rettungsassistent Timon Rachau hatte wieder dafür gesorgt, dass durchgehend ein Rettungswagen in Schwabstedt vorhanden war. Das Einsatzfahrzeug stellte diesmal der DRK-Kreisverband Schleswig-Flensburg zur Verfügung. Am Sonnabend stand ein weiterer Rettungswagen des DRK NF in den sechs Kirchspielsgemeinden bereit.

Amtswehrführer Tim Petersen (Seeth) sowie sein Stellvertreter Hans-Detlef Norden (Ramstedt) zollten der Übung Anerkennung. Großes Lob auch von Schwabstedts stellvertretenden Bürgermeisterinnen Eike Hansen und Anette Herrig sowie vom Wischer Gemeindechef Hans-Werner Petersen: „Toll, wie das hier funktioniert.“ Großes Lob auch an Fährhaus-Chef Uwe Staack, der die große Mannschaft während der drei Tage komplett mit Essen versorgte.

Die Begeisterung der jungen Teilnehmer fasste Helge Marxen von der „großen“ Schwabstedter Feuerwehr so zusammen: „Es ist ein tolles langes Wochenende. Und wir dürfen nicht vergessen: Hier trainiert unsere Jugend. Und um diese müssen wir uns bemühen – sonst haben wir bald keine Einsatzkräfte mehr.“ Ihre vier Fahrzeuge stellte die Schwabstedter Feuerwehr zur Verfügung, ein weiteres die Wehr Ramstedt-Wisch und die Feuerwehr Hude-Fresendelf-Süderhöft ihre beiden Einsatzwagen.

„Superglücklich“ war auch die zehnjährige Leonie, deren Eltern gerade ihren Urlaub in Dänemark verbringen. Um noch „verspätet“ daran teilzunehmen, fuhr der Jugendwart sie nach der Übung eigens ins Ferienhaus nach Dänemark. Ihr Eindruck von den Berufsfeuerwehr-Tagen, an denen sie das erste Mal teilnahm: „Mir hat alles sehr gut gefallen. Ich war aber auch sehr aufgeregt.“ Tarek (12) aus Schwabstedt, der zum zweiten Mal mitmachte, fasste den Ablauf so zusammen: „Echt cool.“ Auch die Eltern sprachen ausdrücklich ihren Dank aus.

An „Einsätzen“ hat es nicht gemangelt – und auch nicht am guten Training: Der hauptberufliche Rettungsassistent Stefan Rautenberg trainierte den Nachwuchs umfangreich in Erster Hilfe. Die Alarmmeldungen kamen wie immer „völlig unerwartet“. Da ging es für die jungen Einsatzkräfte zum Feuer auf einem Bauernhof in Schwabstedt, zu einem Leitersturz in Hude und zu einer Personensuche im Lehmsieker Forst. Technische Hilfe wurde gefordert, als ein quer über der Straße liegender Baum entfernt werden musste – und eine Ölspur musste ebenfalls beseitigt werden. Dann brannte es auf der Deponie am Breetjeberg und in einem Mülleimer in der Rosenkoppel. Bei Dunkelheit ging es hinaus nach Fresendelf – auch dort ein Feuer. Und ein Verkehrsunfall mit zwei Verletzten erwartete den Nachwuchs im Schwabstedter Redder. Das schwerwiegendste Ereignis trug sich aber in der Gemeinde Süderhöft zu: Auf einem Bauernhof war es zu einer Explosion im Heizungsraum gekommen. Der gut zweistündige Einsatz erforderte alles Können. Der hauptberufliche Rettungsassistent Timon Rachau erklärte vor Ort aber alle notwendigen lebensrettenden Handgriffe und setzte die Nachwuchskräfte „voll mit ein“.

Alle sind sich auch darin einig: „Diese Veranstaltungsreihe muss unbedingt fortgesetzt werden.“ Das „Signal“ steht auf grün: Jugendfeuerwehrwart Thomas Eickhoff hat jedenfalls zugesagt, sich darum auch im nächsten Jahr kümmern zu wollen.

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