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Hertie-Gebäude in Husum : Vom Kaufhaus zum modernen Shopping-Center

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Unternehmer-Familie Cohrs weitet ihre Investitionen in die ehemalige Husumer Hertie-Immobilie aus und gibt der Innenstadt neue Impulse. Spätestens 2018 soll der neue Komplex mit 10.000 Quadratmetern Einkaufsfläche fertig sein.

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erstellt am 16.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Die Husumer Unternehmerfamilie Cohrs, die in der dritten Generation das Modehaus C. J. Schmidt betreibt, beteiligt sich als Hauptinvestor an der Entwicklung des ehemaligen Hertie-Gebäudes. In Zusammenarbeit mit der Iandus-Unternehmensgruppe – dem Düsseldorfer Projektentwickler, der das Gebäude in der Innenstadt im Frühjahr 2013 erworben hatte – soll die Immobilie in den kommenden Jahren in ein modernes neues Einkaufs-Center mit einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern verwandelt und damit die Attraktivität des Standortes Husum weiter gesteigert werden, teilte das Unternehmen mit. Das neue Center soll spätestens im Jahr 2018 seine Tore öffnen.

Der jetzige Planungsstand sehe eine Belegung mit zwei bis drei Großmietern sowie rund 30
mittleren und kleinen Läden vor. Dabei sollen sowohl lokale und regionale Unternehmen als auch überregionale Sortimentskonzepte angesiedelt werden. Iandus wird für die konzeptionelle Planung der Handelsimmobilie und der dazugehörigen Liefer- und Parklogistik verantwortlich zeichnen. Die werde in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung erfolgen. C. J. Schmidt will in dem Center keine Mietflächen belegen.

„Schon nach der Schließung des Hertie-Kaufhauses im Jahr 2010 haben wir uns um eine rasche Reaktivierung der Immobilie bemüht und als Mieter das Husumer Kaufhaus dort eingerichtet. Das konnte allerdings nur eine Zwischenlösung sein“, sagt Peter Cohrs, Inhaber und Geschäftsführer von C. J. Schmidt. Es lohne sich, in Husum zu investieren, denn „Husum ist eine tolle Stadt. Und durch mehr Auswahl an Geschäften kann sie noch spannender für Besucher aus dem weiten Umland werden“. Derzeit würden manche potenziellen Kunden außerhalb Husums einkaufen, weil sie hier bestimmte Geschäfte vermissen. „Durch das neue Center wird die Innenstadt stärker frequentiert und durch mehr Wettbewerb noch attraktiver. Davon profitieren dann auch die umliegenden Geschäfte und die Gastronomie“, ist sich Cohrs sicher.

„Wir haben in den vergangenen Monaten mit mehreren potenziellen Investoren im In- und
Ausland verhandelt. Dass wir nun mit der Familie Cohrs einen Investor aus Husum und mit langer Einzelhandelstradition gewinnen konnten, ist für uns ein Idealfall“, ergänzt Iandus-Geschäftsführer Benedikt Schmidt-Waechter. Nach dem Erwerb des Grundstücks vor einem Jahr sei eine gründliche Marktrecherche zur möglichen
zukünftigen Nutzung des ehemaligen Hertie-/Karstadt-Hauses vorgenommen werden. Als Ergebnis werde das Center jetzt wohl etwas kleiner ausfallen als ursprünglich vorgesehen. „Mit rund 10.000 Quadratmetern Fläche werden aber spannende zusätzliche Impulse gesetzt – und diese Dimension passt zum Maßstab der Innenstadt“, erläutert Schmidt-Waechter. Husum sei ein sehr attraktiver Handelsstandort und es bestehe rege Nachfrage nach guten und modernen Handelsflächen in der Stadt. „Daher sehen wir großes Potenzial in Husum für ein gut frequentiertes und lebendiges Einkaufs-Center. Denn neben den heute bestehenden Geschäften gibt es eine ganze Reihe anderer Einzelhandelskonzepte, die sich auch gerne in Husum ansiedeln möchten.“

Die Idee zur Zusammenarbeit mit Iandus sei durch die direkte Nachbarschaft der ehemaligen Hertie-Immobilie zum City-Parkhaus der Parkgemeinschaft entstanden, so Cohrs. „Wir wollen die Parkflächen des City-Parkhauses zusammen mit den neuen Stellplätzen des Centers entwickeln und später gemeinsam den Kunden anbieten.“ Im nächsten Schritt gehe es nun darum, die konzeptionelle Planung in Abstimmung mit dem Bauamt voran zu treiben.

Darüber, wer die zwei bis drei vorgesehenen Großmieter sein könnten, wollte Peter Cohrs gestern noch keine Auskunft geben: „Dafür ist das Projekt noch in einem zu frühen Stadium.“ Natürlich habe er schon mit verschiedenen Interessenten gesprochen. „Aber belastbar wird die Information erst, wenn es Verträge gibt.“ Er könne sich jedoch gut einen attraktiven Wettbewerber für sein eigenes Modehaus C. J. Schmidt in dem Center vorstellen: „Den hatten wir früher mit Karstadt – und der fehlt jetzt in der Innenstadt.“ Für den Palmgarten soll eine Lösung außerhalb des Centers gefunden werden. Im Sommer soll das Konzept der Politik und Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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