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Erfolgreiche Kulturnacht : Vom Jazz bis zur Acrylmalerei

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jazz vom Landestheater, Acrylmalerei, Drechselarbeiten im Tischlereimuseum und schottische Musik auf der Straße. Das ist die Friedrichstädter Kulturnacht. Die 15. Auflage fand bei gutem Wetter statt, so dass der Bummel durch die Stadt angenehm war.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Die Veranstalter der Friedrichstädter Kulturnacht atmeten um die Mittagszeit auf. Die dunklen Wolken verzogen sich allmählich, der Regen endete und zur offiziellen Eröffnung, um 18 Uhr, schien sogar die Sonne vom blauen Himmel. Damit war zumindest sichergestellt, dass der Rundgang durch die Stadt, der Besuch der einzelnen Veranstaltungen, nicht wie so oft in den Vorjahren durch Schauer gestört wurde.

Die kleine Jubiläums Kulturnacht in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge eröffnete der stellvertretende Bürgermeister Björn Jensen, der sich sichtlich darüber freute, dass in seiner Heimatstadt die Kultur ganz groß geschrieben wird. Direkt nach seiner Begrüßung, übernahm ein vierköpfiges Team des Landestheaters die Regie. Dietrich Bartsch am Flügel bot mit Friederike Butzengeiger, Nina Mohr und Tobias Bode ein kleines Jazzprogramm. Klassiker, aber mit deutschen Texten. So wurde aus „The lady is a tramp“ „Ich glaub' die Lady schaff ich nie“ und aus „Something stupid“ „Was kann ich denn dafür“. Eine halbe Stunde lang unterhielt das Quartett – und erntete dafür viel Beifall.

Für fünf Euro erhielt jeder Kulturnacht-Besucher ein orangefarbenes Armband, das als Eintrittskarte in alle teilnehmenden Häuser berechtigte. So genannte Balifahnen wehten vor den Eingangstüren, so dass das jeweilige Ziel nicht zu verfehlen war. Im Tischlereimuseum hieß das Motto Kunst trifft Handwerk. Acrylbilder und Fotografien von Inka Langer waren über und neben den alten Werkzeugen zu sehen. Zudem wurde das Drechseln vorgeführt, die Besucher staunten.

Die dänischen Institutionen in Friedrichstadt öffneten das Paludanushaus, wo nicht nur Kunst zu sehen war, sondern auch mit allerlei Leckereien, eben typisch dänisch, die Gäste versorgt wurden. Und das Haus an der Ecke Prinzenstraße/Westerhafenstraße, diente auch als Anlaufstation auf dem weiteren Weg durch die Stadt, etwa um „Prinzwerk“ aufzusuchen. Dort zeigten sechs Künstler ihre Bilder und Skulpturen in Acryl, Holz und Zinn. Nebenan, im Doppelgiebelhaus, in Dittmers Stoffhaus, lautete das Motto Sonne, Mond und Stern. Dort konnten die Besucher mit kleinen Stoffpüppchen arbeiten. Ein paar Meter weiter in der Atelier/Galerie „Provence“ wurden Bilder in Acryl und Öl unter dem Motto „unsere Erde“ vom Gastkünstler Johann Strand gezeigt. Auf der anderen Straßenseite, in der Goldschmiede Wickord gab es nicht nur Schmuck zu bestaunen, sondern dort hielt auch ein Diamantengutachter einen Vortrag über die Steingruppe der Turmaline.

Fast in unmittelbarer Nachbarschaft dann die Stümpel-Pott Keramikwerkstatt, die mit ausgefallen Arbeiten die Besucher beeindruckte. Von dort war es dann für die Armbandträger nur noch ein kurzer Weg zur Atelier/Galerie Thomas Freund im Fünfgiebelhaus. Druck trifft Malerei war hier das Motto, zudem gab es einen ganz neuen Linolschnitt anlässlich der Kulturnacht. Leider fehlte bei den Friedrichstädter Fayencen Anne Bromann die Erkennungsfahne vor der Tür, so dass manch Armbandträger vorbeilief, doch ein Besuch lohnte sich, schließlich war dort Heinz Zilch mit Fotoarbeiten und die Werkstatt NF mit Möbeln und Accessoires vertreten. Im Atelier Regine Kluth stellte neben der Hausherrin auch Gastkünstlerin Corinna Röthing Diven und andere göttliche Gestalten aus. Schließlich hatte direkt am Marktplatz auch das alte Handelshaus geöffnet. Dort gab es grafische und spätexpressionistische Werke von Günter Skrodzki zu sehen.

Für tolle Stimmung in der Prinzenstraße sorgten zudem die Hamburg Caledonians, die ein fast halbstündiges Konzert gaben und viel Beifall ernteten. Von allen Mitmachern wurde bedauert, dass es parallel zur Kulturnacht in der St.-Christophorus-Kirche ein Gospelkonzert lief, denn dadurch, so beklagten viele Mitmacher, seien viele potenzielle Kulturnachtgänger für gut eineinhalb Stunden „gebunden“ gewesen. Das bekam auch das Museum zu spüren, während des Gospelkonzerts gab es dort kaum Besucher. Kritisch angemerkt wurde von den Friedrichstädtern auch, dass es parallel zur Kulturnacht den Tag des offenen Ateliers auf Eiderstedt gab. Eiderstedter Künstlerinnen und Künstler der Gruppe Kunstklima – 16 an der Zahl – hatten Ateliers und Galerien geöffnet. Veranstalter waren der Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt sowie die Tourismuszentrale Eiderstedt.

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